Burg / Genthin / Magdeburg.

Der Landkreis wird die Forstfl ächen der Landeshauptstadt mit betreuen. Der Kreistag hat auf seiner jüngsten Sitzung in Burg einstimmig für eine Zweckvereinbarung votiert, die jetzt noch von Landrat Lothar Finzelberg und Oberbürgermeister Lutz Trümper ( SPD ) unterzeichnet werden muss.

Diese Form der Zusammenarbeit hat für beide Seiten einen praktischen Nutzen. Denn die Waldfläche der Landeshauptstadt beläuft sich auf gerade einmal 927 Hektar, während es im Jerichower Land über 48 000 Hektar sind – mit Hauptanteil in der Region Genthin. Zusätzliches Personal ist in der Kreisverwaltung für diese zusätzliche Betreuungsaufgabe nicht erforderlich.

Die Zweckvereinbarung regelt auch, dass damit die so genannten hoheitlichen Aufgaben vom Jerichower Land aus wahrgenommen werden, beispielsweise die Festlegung der Waldbrandwarnstufe.

Die Landeshauptstadt zahlt dem Landkreis für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ein Entgelt. Vereinbart wurde ein jährlicher Betrag von 4000 Euro, die endgültige Summe soll dann nach Ablauf des jeweiligen Haushaltsjahres in Rechnung gestellt werden.

Möglich wurde dieser Vertrag auch, weil die Landkreise im Rahmen der zweiten Funktionalreform zusätzliche Aufgaben erhielten und deshalb als Untere Forstbehörden fungieren. In der Kreisverwaltung sind zwei Förster tätig.