Biederitz/Magdeburg (okr). Der DJK Biederitz durchlebt in der Tischtennis-Oberliga Nord-Ost weiter ein Wechselbad der Gefühle. Blieben die Spieler am Sonnabend bei der 5:9-Niederlage gegen Hertha BSC III unter ihrem Leistungsvermögen, wuchsen sie einen Tag später beim 9:5-Derbysieg beim MSV Börde über sich hinaus.

"Derzeit wechseln sich Licht und Schatten zu oft ab. Wir können nicht zufrieden sein", sagte Teamkapitän Marcus Schmidt. Neben ihm haderten auch seine Mitspieler in der Partie gegen die abstiegsbedrohten Berliner mit ihrer Leistung. Schienen die Gastgeber nach den Doppel-erfolgen von Radoslaw Kulczycki/Marek Konieczka (3:1) und Tomasz Marciniak/ Tamasz Tabor (3:0) beim 2:1 noch im Plan, so fehlte ihnen in den folgenden Einzeln "der letzte Biss", sagte Schmidt. Er machte Einstellungsprobleme bei seinen Mitspielern aus. "Auch ich habe mich von der fehlenden positiven Grundstimmung anstecken lassen", sagte die Nummer 5. Neben ihm ließen auch Kulczycki (2:3) im oberen sowie Marciniak (0:3), Tabor (1:3) und Konieczka (1:3) im mittleren und unteren Paarkreuz Federn. Der 3:6-Rückstand war eine zu große Bürde, um in der zweiten Einzelrunde noch die Partie umzubiegen – 5:9.

"Wir haben nach der Niederlage noch zusammengesessen und uns geschworen, gegen Börde motivierter aufzutreten", sagte Schmidt. Gesagt, getan: Gegen den Lokalrivalen zeigte der DJK vielleicht sein bislang bestes Tischtennis in dieser Saison. Neben der Nummer 1, Kulczycki, der ungeschlagen blieb, "rissen sich auch die anderen am Riemen". Nur Bördes Oliver Becker (zwei Einzelsiege) hielt dagegen. Den Siegpunkt zum 9:5 steuerte ausgerechnet Schmidt bei (3:0), der betonte: "Wenn wir die richtige Einstellung an den Tag legen, können wir jeden schlagen."

DJK Biederitz (gegen Hertha BSC III): Kulczycki (1,5); Osbar (1); Marciniak (0,5); Tabor (1,5); Schmidt (-); Konieczka (0,5)

DJK Biederitz (gegen MSV Börde): Kulczycki (2,5); Osbar (1); Marciniak (1,5); Tabor (0,5); Schmidt (2); Konieczka (1,5)