Zum Topspiel der Hinrunde kommt es in der Landesklasse 1, wenn der Zweite, der Burger BC, am Sonnabend beim Tabellenführer Kreveser SV antritt. Unterdessen hofft die SG Gerwisch nach der jüngsten Heimniederlage in der Landesliga auf einen neuerlichen Befreiungsschlag.

Burg (okr/sse). Bis auf Borussia Genthin haben am Sonnabend alle Teams auf Landes-ebene Auswärtsaufgaben zu bestreiten.

Landesliga Nord

TuS SW Bismark (12.) – SG BW Gerwisch (14.)

Zu einem erneut richtungsweisenden Kellerduell kommt es am Sonnabend zwischen der SG Gerwisch und TuS Bismark. Nach der bitteren 1:4-Heimpleite gegen Schlusslicht Potzehne fanden sich die SG-Spieler gleich am Montag zusammen, um die Partie kritisch auszuwerten. "Alle haben eingesehen, dass sie einen schwachen Tag hatten. Vielleicht war es eine Kopfsache, nachdem wir so früh in Führung gegangen waren", suchte Trainer Rolf Döbbelin nach Gründen für das "kollektive Versagen".

Seine Aufgabe wird nicht leichter, da personelle Alternativen im Kader der Blau-Weißen fehlen. Neben den langzeitverletzten Stefan Dudziak und Philipp Baumgartl fällt nun noch Außenverteidiger Maik Hoppe verletzt aus. "Wir müssen nach dem Abschlusstraining sehen wie es weitergeht", sagte Döbbelin, der erneut einen schweren Gang in die Altmark prophezeite.

Landesklasse 1

Kreveser SV (1.) – Burger BC (2.)

Zum Spitzenspiel der Hinrunde tritt der Burger BC morgen beim Tabellenführer Kreveser SV an. "Das sind Spiele, auf die man sich als Fußballer freut. Und meine Jungs freuen sich", sagte Co-Trainer Erik Schlieb. Entsprechend werde seine Mannschaft mit erhobenem Haupt nach Krevese reisen. Dort lief in den vergangenen zwei Spielen längst nicht alles rund, trennten sich die Altmärker zweimal unentschieden. "Das hat uns aber nicht zu interessieren. Wir schauen von Spiel zu Spiel", sagte Schlieb. Personell kann er aus den Vollen schöpfen. Stürmer Danny Schalla hat seine Rot-Sperre abgesessen, auch Hendrik Schäfer kehrt in den Kader zurück. Beste Vorzeichen also, den Spitzenreiter vom Thron zu stoßen. Schlieb: "Wir haben ein gutes Gefühl."

Borussia Genthin (12.) – SSV Gardelegen (7.)

Nach der neulichen Niederlage gegen den spielstarken Aufsteiger Möringer SV (2:3), gab sich FSV-Trainer Frank Grabowski gestern etwas ratlos ob der sportlichen Lage seiner Mannschaft. "Kein Vorwurf, meine Jungs haben zuletzt toll gekämpft und Moral gezeigt. Wenn dann aber am Ende wieder keine Punkte herausspringen, zählt das alles nichts." Auf Kampf und Einsatz wird es auch morgen gegen den SSV Gardelegen ankommen. Die Gäste errangen zuletzt neun Punkte in vier Spielen und schoben sich klammheimlich in der Tabelle auf Rang sieben vor. "Es wird ganz schwer. Wir wären wirklich froh, einen Punkt zu erringen", sagte der Coach. Er muss auf Kapitän Mario Titze (gesperrt) verzichten. Auch Florian Prause wird fehlen, weshalb Grabowski die Abwehr umbauen muss. Zudem steht hinter dem Einsatz vom zuletzt fehlenden Thomas Schmahl ein Fragezeichen.

Landesklasse 2

Germania Olvenstedt (7.) – Eintracht Gommern (4.)

Zum zweiten Auswärtsspiel in Folge reist die Eintracht nach Magdeburg zu den Germanen aus Olvenstedt. Beim Tabellensiebenten erwartet die Ehlestädter dabei ein ähnlich schweres Spiel wie in der Vorwoche in Seehausen. So stellt der Gastgeber den zweitbesten Angriff der Liga, allen voran mit Andreas Bode den Toptorjäger, der bereits 13 Treffer erzielte. Dennoch lautet die Marschroute von Trainer Dorian Reichelt, nach dem Sieg in der Vorwoche auch in Magdeburg nicht zu verlieren und die Serie von sechs Spielen ohne Niederlage zu wahren. Im Vorjahr gab es auf dem Kunstrasenplatz "nur" ein 3:3-Remis, nachdem man eine Drei-Tore-Führung aus der Hand gab.

TuS Magdeburg-Neust. (5.) – Union Heyrothsberge (8.)

Noch eine Woche nach dem 1:1 in Klein Wanzleben haderte Union-Trainer Torsten Völckel mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. "Vor allem in der ersten Halbzeit hätten wir mehrfach in Führung gehen können." Am Ende konnte Heyrothsberge froh über den späten Ausgleich durch Mike Pinno (90.) sein, der "aber hochverdient war".

Die Abschlussschwäche ist ein Grund, warum Union seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg wartet. "Vielleicht fehlt der letzte Wille, die Dinger rein zu machen", vermutete der Trainer. Gegen die spielstarken Magdeburger von TuS Neustadt müssen diese Schwächen abgestellt werden. Völckel erwartet ein Duell auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform entscheidet. Fehlen werden den Gästen Stürmer Stefan Groth (Urlaub) und der noch gesperrte Robert Arndt.