Spannung, aggressives Zweikampfverhalten und viele Tore - die Partie zwischen dem Güsener HC und der SG Spergau hatte alles zu bieten, was ein aufregendes Pokalspiel ausmacht. Dass sich die Gäste mit 35:33 (17:14) durchsetzten, lag vor allem daran, dass sie "mehr Biss hatten", so GHC-Coach Eric Steinbrecher.

Güsen l Als Christopher Bretschneider 120 Sekunden vor Schluss erneut mit einer starken Parade glänzte, deutete alles auf eine Entscheidung in letzter Sekunde hin, doch sein anschließender Pass landete beim Gegner. Die Konsequenz: Anstelle des möglichen Ausgleichtreffers erzielten die Gäste das 35:33 und sangen anschließend: "Auswärtssieg, Auswärtsieg."

Dabei begann es gut für Güsen. Durch Tore von Christian Haßbargen (2), Florian Hennig und Rene Teßmann gingen die Steinbrecher-Schützlinge mit 4:1 (6.) in Führung. Doch im Anschluss "haben wir uns den Schneid abkaufen lassen", so Steinbrecher. Anstatt schnörkellos abzuschließen, versuchten die Güsener immer wieder mit riskanten Pässen Kreisspieler Chris Hoffman zu bedienen. Die fehlende Präzision bei diesen Anspielen sorgte dafür, dass Spergau immer besser ins Spiel kam und erstmals mit 6:5 in Führung ging (10.). SG-Keeper Holger Kemnitz sorgte mit seinen Glanztaten dafür, dass die Gäste beim 12:8 mit vier Toren davon-zogen und mit einer 17:14-Führung in die Kabine gingen.

Maßgeblichen Anteil daran, dass alle GHC-Anhänger dennoch eine spannende Endphase erleben durften, hatten Bretschneider und Florian Hennig, der wieder einmal Verantwortung übernahm und am Ende auf insgesamt elf Treffer kam. Über die Zwischenstände 18:18, 22:22 und 27:27 blieb es stets ausgeglichen, sodass sich viele Zuschauer bereits auf eine Verlängerung einstellten. Erst beim Stand von 31:31 (25.) leistete sich der GHC zwei entscheidende Fehlpässe. Stefan Hesser, mit acht Treffern erfolgreichster Schütze bei den Gästen, nahm dieses Geschenk dankend an und traf per Doppelschlag zum 33:31. Was folgte, war der bereits erwähnte Fehlpass von Bretschneider und somit das Aus für den GHC im Landespokal.

Dass sich die Gäste und nicht der GHC am Ende über den Einzug in die nächste Pokalrunde freuen konnten, empfand Steinbrecher als verdient. "Die SG war einfach immer einen Schritt schneller und deshalb geht der Sieg in Ordnung. Vielleicht kommt die Pause jetzt zur richtigen Zeit für uns, um die Akkus erst einmal wieder aufzuladen", sagte der GHC-Trainer im Anschluss.

Güsener HC: Bretschneider, Teske - F. Hennig (11), K. Haßbargen (3), Teßmann (5), Hoffmann (4), C. Haßbargen (6), Lehnau (1), R. Klewe, Salomon (1), Steindorf (1),