Biederitz (ihe) l Sehr achtbar schlug sich die dritte Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz in der Zweitrundenpartie des Nordcups gegen den höherklassigen HV Lok Stendal. Am Ende setzten sich die Altmärker aus der 1. Nordliga mit 33:27 (18:15) durch. Rene Lichtenberg traf elfmal.

Der 3:0-Blitzstart der Gäste ließ für das Biederitzer Kreisligateam nichts Gutes erahnen. Doch die Hausherren kämpften sich nach leichten Anlaufschwierigkeiten zusehends besser in die Begegnung und schafften nach dem 2:5 den 4:5-Anschluss. Das 7:5 der Stendaler glichen die SVE-Routiniers Holger Arnold und Rene Lichtenberg zum 7:7 aus. Nach dem 9:9 bekamen die Biederitzer weiter Oberwasser und brachten den Favoriten mit dem 12:9 nach 16 Minuten erstmals in arge Verlegenheit. Während die Stendaler sowohl im Angriff als auch in der Deckung in dieser Phase viel zu fahrlässig agierten und den nötigen Biss vermissen ließen, waren die Hausherren besonders im Abschluss weitaus konsequenter.

Doch dass die Lok-Handballer auch anders können, bewiesen sie in den verbliebenen Minuten des ersten Durchganges. Nach dem 12:12-Ausgleich zogen sie auf 16:14 (26.) davon, wobei sie dabei von einigen schwachen Würfen der Biederitzer profitierten. Bis zur Pause setzten sich die konterstarken Gäste, die im agilen Rechtsaußen Andre Hentschke (9 Tore) ihren besten Schützen hatten, auf 18:15 ab.

"Wir haben uns heute wirklich ordentlich verkauft."

Auch nach dem Wechsel war von einem Zweiklassenunterschied nur selten etwas zu sehen. Die Stendaler eilten zwar zum 23:17 davon, rissen dabei jedoch vor allem spielerisch kaum Bäume aus. Die Biederitzer glänzten an diesem Tag mit unbändigem Kampfgeist und hatten in Rene Lichtenberg einen sicheren Schützen, dem allerdings eine Entlastung gut zu Gesicht gestanden hätte.

Nach dem 22:25, Lichtenberg traf vom Punkt, waren die Biederitzer nach 47 Minuten zwar wieder dran, hatten jedoch nicht mehr die Kraft, um der Partie die entscheidende Wende zu verleihen. Hervorzuheben ist dennoch die kämpferische Einstellung der Hausherren, die beim 23:27 und 25:29 den Vier-Tore-Rückstand halten konnten. Am Ende setzten sich die Gäste dennoch nicht unverdient, aber etwas zu hoch mit 33:27 durch und zogen in die dritte Runde des Nord-Cups ein.

"Wir haben uns heute wirklich ordentlich verkauft. Durch die Partie am Vortag haben uns gerade in der Schlussphase die nötigen Kräfte gefehlt", meinte der Biederitzer Coach Carsten Jüling dennoch zufrieden nach dem Schlusspfiff.

Bereits am Sonnabend spielte seine Sieben in der Kreisliga gegen Eintracht Gommern II und gewann mit 39:29 (20:10). Ein Bericht dazu folgt.

Eiche Biederitz: Beran - Harwart, Eix (4), Lichtenberg (11/3), Schaper (3), Buttgereit, Sumpf (4), Paul (2), Beyme (1), Arnold (2)