Güsen (okr) l Aufsteiger Germania Güsen hat sich in der Hinrunde ein beachtliches Polster zu den Abstiegsrängen geschaffen. "Aber auf diesem Polster können wir uns nicht ausruhen", warnte Trainer Ralf Bonitz. Sein Team hat sich nach 15 Partien mit 22 Punkten auf Platz sieben im gesicherten Mittelfeld der Liga etabliert.

Dabei profitierten die Germanen durchaus vom "Bonus des Neulings", der sich vor allem dank eines starken Saisonstarts eine gute Ausgangsposition erarbeitete. Dem respektablen 1:1-Remis beim Kreisrivalen Borussia Genthin folgten zwei Heimsiege gegen Arneburg (1:0) und Kali Wolmirstedt (3:2). Überhaupt wurden die Güsener ihrem Ruf als Heimmacht gerecht, errangen auf heimischem Geläuf fünf Siege. "Zu Hause gewinnen und auswärts den einen oder anderen ärgern", lautete dann auch die Vorgabe von Bonitz.

Tatsächlich tat sich jedoch seine junge Truppe in der Fremde schwer, konnte nur bei den Mitaufsteigern FC Jübar/Bornsen und Blau-Weiß Neunenhofe (4:2) voll punkten. Gegen die gestandenen Konkurrenten der Staffel 1 wie Tangermünde (0:4), Goldbeck (0:2), Gardelegen (4:7) und Tangerhütte (1:3) setzte es dagegen klare Niederlagen. Vor allem in der Abwehr offenbarten die Germanen häufig große Lücken, wie die 35 Gegentore beweisen. "In der Abwehr müssen wir sicherer werden", schätzte auch Bonitz ein.

Positiv gestaltete sich dagegen die Angriffsleistung. Vor allem Antreiber Tobias Pohl, der zwölfmal ins Schwarze traf, schoss seine Güsener mehrfach in Front. Auch Christian Vormeister (4), Florian Lamprecht (6) und Josef Bonitz (9) steuerten wichtige Treffer bei. Diese Offensivstärke muss auch die Grundlage in der Rückrunde bilden, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen konstant zu halten.

Dieser liegt derzeit bei beruhigenden sieben Zählern, so dass sich der sonst in seinen Aussagen zurückhaltend äußernde Trainer nach dem letzten 4:2-Sieg gegen Concordia Rogätz regelrecht euphorisch gab. "Wir haben uns nach Spielende zusammen gesetzt und ein neues Saisonziel ausgegeben. Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen", sagte Bonitz.