Zwei Wochen nach der ersten Saisonpleite in Calbe (0:3) empfangen die Landesliga-Fußballer des Burger BC 08 morgen um 15 Uhr den SV Lok Aschersleben. Im Aufsteiger-Duell "sind wir vollends gewillt, zu überzeugen", gibt Coach Hartmut Müller die Marschroute klar vor.

Burg l Ja, es war der bisher schwächste Auftritt der Blau-Weißen. Spielerisch zwar besser, dafür jedoch zu ideenlos im Angriff, setzte es für die Burger die erste Niederlage in Calbe. Für Müller jedoch kein Grund, seinen Mannen das spielfreie Wochenende zu vermasseln. Ganz im Gegenteil: "Wir haben nicht trainiert, da dieses freie Wochenende eingeplant war. Die Jungs hatten ihren Spaß auf dem Oktoberfest." Einzige Ausnahme: Hendrik Schäfer, Jörn Eschholz und Kevin Buchheim halfen bei der Kreisoberliga-Reserve aus.

Dass Müller seinem Team diese Auszeit ruhigen Gewissens gönnte, kam nicht von ungefähr. Immerhin legte der BBC mit drei Siegen in Folge einen Auftakt nach Maß hin. Und so kam der erste Dämpfer in Calbe fast schon zur rechten Zeit. "Wir haben auf jeden Fall unsere Lehren aus diesem Spiel gezogen", gab sich Müller zuversichtlich und fügte an: "Das war keine gute Leistung von uns. Gegen Aschersleben wollen wir in die Erfolgsspur zurückfinden."

Rein vom Papier her geht seine Elf als der klare Favorit in die Partie. Die Gäste aus Aschersleben stehen morgen bereits unter Zugzwang, sammelten aus den ersten fünf Spielen lediglich vier Punkte. Dennoch betonte Lok-Trainer Siegfried Keller nach der 1:3-Niederlage gegen die TSG Calbe in der Vorwoche: "Fußballerisch halten wir in der Landesliga sehr gut mit."

Ob die Salzländer morgen nicht nur mithalten, sondern auch punkten können, bleibt abzuwarten. Auffällig: Mit sechs Toren aus den ersten fünf Spielen gelten die Aschersleber vor allem in der Offensive nicht gerade als Schreckgespenst. Mit zwei Treffern ist Julian Kilian derzeit bester Schütze in Reihen von Lok. Während Kilian morgen mit dabei sein wird, muss Müller auf seinen Topscorer verzichten. Philipp Baumgartl, in dieser Saison bereits fünfmal erfolgreich, fällt krankheits- und verletzungsbedingt aus. "Aber wir sind keine Mannschaft, die klagt. Niemand ist unersetzbar, obwohl Philipp, wenn er fit wäre, wohl gespielt hätte", so Müller.

Ob mit oder ohne Baumggartl: "Wir wollen unseren Zuschauern ein gutes Spiel bieten."