Genthin l Für Genthins Handballerinnen um das Trainerduo Andre Wieneke und Göran Karbe begann mit dem ersten Trainingsspiel gegen die Brandenburger Mannschaft des BSRK 1883 auch die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Die „Chemikerinnen“ starteten zurückhaltend ins erste Spieldrittel, wenn nicht gar ein wenig verkrampft. „Jedes Testspiel ist für uns Gold wert. Da wir mit drei Neuzugängen starten, mussten sich die Mädels auf dem Feld erst finden, bevor sie von Drittel zu Drittel ihre Leistung gesteigert haben. Vom Training kennen sich natürlich bereits alle, aber unter Wettkampfbedingungen zu spielen, ist noch einmal etwas komplett anderes“, erklärte Coach Wieneke.

Die neuen Gesichter Jenny Leichtenberger, Lara Engel und Marie Kuhle, die aus dem eigenen Nachwuchs aufrücken, zeigten bereits im Trainingsspiel gegen die Genthiner B-Jugend großes Potential, das Mannschaftsgefüge weiter stärken zu können und für mehr Stabilität innerhalb des Teams zu sorgen. Aber auch Lehren musste das Trainerduo ziehen: Spielerinnen werden auf anderen Positionen spielen, als ursprünglich für sie vorgesehen waren. „Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen. Wer lässt sich schon gern in die Karten schauen“, fragt Wieneke mit einem Augenzwinkern.

Während also die Gäste aus Brandenburg mit schnellen Angriffen die ersten drei Tore für sich verbuchten, offenbarte die Genthiner Sieben ihre anfängliche Unsicherheit. Erst nach einigen Minuten waren sie durch Sarah Vieilles Treffer in der Partie angekommen. Das erste Drittel gestaltete sich anschließend recht ausgeglichen und beim Stand von 7:6 für die Gäste ging es nach 20 Minuten in die erste Pause.

Neue Gesichter, alte Stärken

Im zweiten Abschnitt dominierten die Gastgeberinnen gleich zu Beginn und im Schlussdrittel hatten sie ihr gewohntes Leistungsniveau mit dem bekannten flüssigen Spiel der vergangenen Saison erreicht. Mit dem 20:15-Endstand drückten die „Chemikerinnen“ einer Partie, in die sie zögerlich gestartet waren, letztlich aber dominiert haben, auch dem Ergebnis nach ihren Stemepl auf. „Dass wir das Spiel noch drehen würden, hatten wir nicht erwartet. Wir haben schlecht begonnen, dafür aber sehr gut aufgehört“, zeigte sich Wieneke stolz auf sein Team.

„Es hängt nie von nur einer oder zwei Spielerinnen ab, aber Sarah Vieille und Marie Kühne haben sich ausgezeichnet verkauft“, verteilte der Coach ein Extralob. Vieille hatte es nach anfänglichen Schwierigkeiten verstanden, Freiräume für ihre Mitspielerinnen zu schaffen. Nicht jeder Wurf landete im gegnerischen Tornetz, dafür waren die Keeperinnen auf beiden Seiten auch zu stark, doch dank guter Kondition und guten Spielzügen stellten die Kanalstädterinnen ihre Stärken unter Beweis.

Wenn es am Sonntag, 20. September, zum nächsten Vorbereitungsspiel nach Wusterwitz geht, ist die Mannschaft um Wieneke und Karbe vorbereitet. Vielleicht wird dann auch schon der neue Satz Trikots geliefert sein, den die Firma Buchheister Straßen- und Tiefbau zur Verfügung gestellt hat. Dann ginge es nicht nur mit einem gewachsenen Selbstvertrauen, sondern auch im neuen Outfit ins Havelland.
Genthin: Wischer, L. Kühne, Vieille, K. Asmus, Ungefug, Engel, Leichtenberger, Kuhle