Genthin/Heyrothsberge l Torreich präsentierte sich der Fußball-Nachmittag nicht nur in Genthin – auch im „kleinen Derby“ ging nach einem 0:0 zur Pause in Halbzeit zwei das Toreschießen los.

Bor. Genthin - Möckeraner TV 14:1 (6:0)

Es ist ein Problem, dass der Möckeraner TV nicht erst seit dieser Saison kennt. Zum wiederholten Male reiste die Mannschaft um Kapitän Max Bellach mit Personalsorgen zu einem Auswärtsspiel – doch was sich in den 90 Minuten bei Vorjahresmeister Borussia Genthin abspielte, damit hatte dennoch kaum jemand gerechnet. Nach allen Regeln der Kunst nahm der FSV die zu Zehnt angetretenen Möckeraner auseinander und führte bereits zu Pause mit 6:0 gegen einen hoffnungslos unterlegenen Gegner. Borussia-Trainer Sebastian Kroll lobte den Gegner, der sich dennoch die komplette Spielzeit versuchte zu wehren und gönnte ihnen auch den Ehrentreffer, „obwohl ich eigentlich ein Verfechter davon bin, dass hinten die Null steht“.

Der eigene Torreigen ließ ihn Milde walten lassen, hatte seine Mannschaft vor den kommenden „Alt-Kreis Genthin-Derbys“ doch das Torverhältnis deutlich nach oben geschraubt. Auf diese Duelle richtete sich sein Blick recht schnell nach dem Kantersieg, denn sportlich hatte das Duell entsprechend wenig Mehrwert. Zu gering war die Gegenwehr des MTV, der nach der vierten Niederlage in den letzten fünf Liga-Spielen auf Tabellenplatz neun abgerutscht ist. Genthin bleibt erster Verfolger des Spitzenduos.

Heyrothsberge II - Niegripp II 2:1 (0:0)

Hitzig und bis zum Ende spannend – so präsentierte sich das „kleine Derby“ zwischen den zweiten Mannschaften der Unioner und Blau-Weiß Niegripp. Nach einer torlosen ersten Hälfte, erzielte Gino Tandel nach dem Seitenwechsel mit einem frühen Tor (49.) den Führungstreffer für die Hausherren. „Das war sehr ärgerlich, denn wir hatten schon in den ersten 45 Minuten zwei große Möglichkeiten, den Führungstreffer zu erzielen. Da hätten wir das Spiel vorzeitig entscheiden können“, kritisierte Niegripps Trainer Christian Wust nach der Partie. Noch mehr geärgert hat ihn der zweite Treffer der Gastgeber, den die Blau-Weißen schlecht verteidigten. „Wir hatten den Ball schon und lassen ihn uns wieder abnehmen – das 0:2 darf so nicht fallen.“

In der Folge fehlte den Gästen ein Antreiber, der seine Mitspieler mitreißt, auch wenn es mal nicht läuft. „Aber das sind alles Erfahrungswerte, die mit der Zeit kommen, deshalb kein Vorwurf an meine jungen Spieler“, so Wust. Ein verschossener Foulelfmeter setzte dem gebrauchten Nachmittag letztlich die Krone auf, sodass es beim späten Niegripper Anschlusstreffer (85.) durch Kevin Kübler und dem Sieg für die Heimmannschaft blieb. Union kann im Nachholspiel gegen Schlusslicht Hohenwarthe (31.10.) bis auf einen Punkt zu Niegripp aufschließen.