Gommern l Im letzten vermeintlich leichten Spiel vor den anstehenden „Wochen der Wahrheit“ hat der SV Eintracht Gommern überraschend die erste Saisonniederlage in der Fußball-Landesklasse, Staffel II, kassiert. Das Team von Olaf Worschech verlor am Sonnabend mit 1:2 (1:0) gegen den SSV Samswegen. Ohne Umschweife sprach der Coach von einer verdienten Pleite: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung bisher. Wir haben uns in den ersten 70 Minuten einfach nicht das nötige Glück erarbeitet, um uns in den letzten, besseren 20 Minuten noch den Sieg zu verdienen.“

Die Gäste, die mit dem guten Gefühl des ersten Saisonsieges im Gepäck angereist waren, stellten die Gommeraner von Beginn an durch ihr Spiel mit langen Bällen vor Probleme. „Wir haben einfach keinen Zugriff gefunden“, berichtet Worschech. Dennoch war es seine Elf, welcher der Führungstreffer gelang. Den ersten gelungenen Angriff der Eintracht, eingeleitet von Fabian Falkenberg, schloss David Namshaa mit dem 1:0 in der sechsten Minute ab. Zwei, drei weitere, zumindest im Ansatz gute Aktionen wurden nicht erfolgreich in Zählbares umgewandelt. Die Pausenführung war daher schmeichelhaft.

Umstellung greift nicht

Nach dem Seitenwechsel stellte Worschech auf ein 4-3-3-System um, in der Hoffnung, den Samswegern so mehr entgegensetzen zu können. Die Maßnahme fruchtete nicht. Stattdessen fingen sich die Eintracht-Kicker nach zwei schlecht verteidigten Bällen in der 54. und 57. Minute zwei Gegentore. Fabian Lehmann, der nach einem Freistoß von Fritz Ebeling gut einlief, und Julian Kober, der von David Herbst angespielt wurde, verwandelten souverän für die Gäste.

Worschech versuchte durch die Hereinnahme der beiden Stürmer Florian Mentzel und Pascale Tschorkowski noch einmal etwas zu bewegen. Tatsächlich machten die Gastgeber in der Schlussphase mehr Dampf, standen teilweise mit sieben, acht Mann im Strafraum. „Aber es sollte nicht sein“, musste sich auch der Coach mit dem Ergebnis abfinden.

Dabei wären drei Punkte für die Eintracht in diesem Spiel wichtig gewesen, um für die kommenden, harten Wochen ein kleines Polster aufzubauen. Die nächsten vier Gegner sind die Top-Teams der Liga. Los geht es bereits am Freitag, 5.  Oktober, beim SSV Besiegdas Magdeburg (4.). Danach folgen die Vergleiche mit dem TuS Magdeburg Neustadt (2.), SV Fortuna Magdeburg II (3.) und dem 1. FC Magdeburg II (1.). „In diesen Spielen wird sich zeigen, in welche Richtung es für uns weitergeht“, blickte Worschech voraus.
Gommern: Wacker – Weber (75. Tschorkowski), Namshaa, Panwitz (46. Degener), Bea, Schulz, Sindermann (60. Mentzel), Hoffmann, Engel, Kunitschke, Falkenberg
Samswegen: Küster – Lehmann, Kleinau, Schneider (70. Resch), Brandt, Eichel, Herbst (90.+2 Feyer), Ebeling, Kober, Denecke, Meyenkoth
Tore: 1:0 David Namshaa (6.), 1:1 Fabian Lehmann (54.), 1:2 Julian Kober (57.); SR‘in: Silke Galetzka (Bebitz), Felix Lewanscheck, Nick Seydlitz; ZS: 40