Niegripp/Brettin l Durch den souveränen Auswärtssieg steht die Elf von SG-Trainer Rene als eine von nur noch vier ungeschlagenen Teams auf dem dritten Tabellenplatz. Der Pokalfinalist aus Brettin ist nach der Auftaktpleite Zwölfter.

Niegripp II - Güsen/Parey 0:3

Über die ersten 45 Minuten wollte Rene Bonitz, Trainer der SG Güsen/Parey, nicht zu viele Worte verlieren. „Wer die erste Halbzeit nicht gesehen hat, hat nicht viel verpasst“, lautete sein deutliches Fazit. „Wenn du in so ein Spiel mit der Einstellung gehst ,Das wird schon‘, dann reicht das einfach nicht.“ Entsprechend deutlich, aber „nicht laut“, wurde die Pausenansprache des Trainers und seine Mannschaft war gewillt, es nach dem Seitenwechsel besser zu machen.

Ab der 60. Minute sah der Trainer der Gäste ein deutlich besseres Spiel seiner Mannschaft. Zum „Dosenöffner“ wurde dabei das Freistoßtor zum 1:0. „Bis dahin war ich zufrieden mit der Leistung, aber nach einem Rückstand ist es gegen Güsen schwer noch einmal zurückzukommen“, musste auch Niegripps Trainer Benjamin Dankert eingestehen. Kurze Zeit später unterstrich Güsen/Parey diese Aussage mit dem zweiten Treffer, diesmal per Foulelfmeter. Doch selbst nach dem 3:0 (76.) war Bonitz nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Zwei Spiele, sechs Punkte. Das klingt erstmal super, aber wir müssen schon viel eher den Deckel drauf machen.“

Brettin/R. - Karith 1:3

Mit einem Überraschungserfolg kehrte der KSV aus Brettin zurück. Andreas Jassmann musste bei seiner Pflichtspielpremiere auf der KSV-Trainerbank auf seinen angeschlagenen Mittelstürmer Clemens Burow verzichten. Er ließ im 4-4-2-System defensiver spielen, um die angriffsstarken Gastgeber vom eigenen Tor fernzuhalten. Der Plan, über Konter zum Erfolg zu kommen, ging letztlich voll auf.

Bereits in der dritten Minute schickte Dustin Frobart seinen Sturmpartner auf die Reise und Maximilian Kompf vollendete zum 1:0. Doch Brettin wirkte keinesfalls geschockt. Immer wieder spielten die Gastgeber sehenswerte Kombinationen mit klugen Pässen in die Schnittstelle der Abwehr. Luis Ehrenbrecher gelang bereits in der neunten Minute der verdiente Ausgleich. Weitere Möglichkeiten ließ Brettin jedoch liegen. Der KSV konnte sich in dieser Phase kaum befreien. Erst in der 30. Minute gelang dem KSV wieder ein Konter über Marvin Dietrich und Frobart, den Kompf zum 2:1-Pausenstand nutzte.

Auch in der zweiten Halbzeit stand die KSV-Defensive trotz einer Gelb-Roten-Karte für Abwehrchef Felix Hoffmann sicher und wenn ein Ball durchkam, war Keeper Tom Zimmermann zur Stelle. Brettin versäumte es in Überzahl nachzulegen, was die Karither bestraften. In der 70. Minute scheiterte Frobart noch auf der Linie, doch fünf Minuten später schloss Kompf ein Solo zum 3:1 ab. Brettin versuchte alles, um das Spiel noch zu drehen, spielte aber zu ungestüm. Der KSV, der seine wenigen Chancen konsequent nutzte, brachte das Ergebnis über die Zeit.