Niederndodeleben/Burg l Ganze 45 Minuten mussten die Zuschauer beim Landesklasse-Topspiel zwischen dem TSV Niederndodeleben und Spitzenreiter Burger BC 08 auf Tore warten. Lag es am ungewohnt kleinen Platz oder der 3-5-2-Formation des TSV, auf die sich die Angreifer des Ligaprimus erst einmal einstellen mussten? BBC 08-Trainer Michael Hucke konnte es sich nach dem Spiel nicht endgültig erklären, musste aber festhalten, „dass wir ein wenig gebraucht haben, um ins Spiel zu finden. Jeder hatte andere Stellschrauben, an denen gedreht werden musste, bevor es bei uns richtig lief.“

Das typische Burger Spiel ließ der kurze Platz kaum zu und so waren Chancen in den ersten 45 Minuten Mangelware. Bei einer strittigen Situation nach gut zwanzig Minuten hatten die Gäste zudem Glück, dass der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Daniel Schüler ausblieb. Auf den Punkt zeigte er stattdessen gut 20 Minuten später am anderen Ende des Spielfeldes, als Christopher Schmidt den Führungstreffer auf dem Fuß hatte, an selbigem jedoch von einem heranrauschenden TSV-Verteidiger getroffen wurde. Erik Teege schnappte sich entschlossen den Ball und traf aus elf Metern zum 1:0. „Der Führungstreffer war überfällig und der Elfmeter auch berechtigt“, wusste Hucke später zu berichten. „Wir hätten uns aber auch nicht beschweren dürfen, wenn der TSV zuvor einen Strafstoß zugesprochen bekommt.“

Sichtlich beeindruckt von der Führung für die Gäste beschränkte sich Niederndodeleben in der zweiten Halbzeit fast ausschließlich aufs verteidigen. Die Ihle-Fußballer blühten hingegen nach dem Seitenwechsel auf. Hatten sie die Zweikämpfe in den ersten 45 Minuten gar nicht oder nur sehr zögerlich angenommen, waren sie nun Herr auf dem Platz. „Es war erfreulich zu sehen, dass die Mannschaft nach der Pause die richtigen Mittel gefunden hat, um das Spiel nach unseren Wünschen zu gestalten“, so Hucke. Das 2:0 durch Christian Madaus (60.), der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie stocherte, sorgte schließlich für die Vorentscheidung, denn von den Gastgebern ging in der zweiten Hälfte kaum noch Gefahr aus. „Im gesamten Spielverlauf hatte Niederndodeleben zwei gute Möglichkeiten. Wir waren die einzige Mannschaft auf dem Platz, die versucht hat, Fußball zu spielen“, so Hucke, der weiß, dass es im weiteren Saisonverlauf nicht immer so einfach werden wird. Top-Torjäger Schmidt sorgte schließlich mit seinem neunten Saisontor (73.) für den 3:0-Endstand.