Heyrothsberge l Ein Fußballspiel, wie es sich jeder Zuschauer nur wünscht. Gleich zehnmal landete der Ball am Mittwochabend in den Tornetzen. Trotz der vielen Gegentore gab es von Seiten des Union-Trainers, Torsten Marks, kaum Kritik. Im Gegenteil. „Es klingt komisch, aber ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Natürlich will man gewinnen, wenn man fünf Tore schießt. Die Gegentore will ich nicht kleinreden, unser gutes Spiel aber auch nicht.“

Preussen nutzt Standards

Es ging Schlag auf Schlag an der Königsborner Straße. Wer etwas zu spät kam, hatte gute Gründe sich zu ärgern. Nach acht Minuten stand es schon 2:1 für Union. Daniel Stridde gelang nach gerade einmal zwei Minuten ein Blitztor. Wer eine Schockstarre der Preussen vermutete, irrte. Die Magdeburger erzielten im direkten Gegenzug den Ausgleich. Wiederum Stridde antwortete mit dem 2:1. „Es war wirklich ein Spektakel für die Zuschauer. Wir waren das ganze Spiel über sehr feurig und haben viel investiert.“ Aber Preussen ließ sich nie wirklich abschütteln.

Dabei entsprangen vier der fünf Gegentore aus Standardsituationen. „Darin lag eine echte Qualität beim Gegner. Wir haben in den jeweiligen Situationen zu halbherzig verteidigt, hätten uns besser in den Weg stellen müssen.“ Nils Fischer schaffte es nach einer Viertelstunde erstmals, den Vorsprung auf zwei Treffer auszubauen. Preussen verkürzte, woraufhin Tim Rieche auf 4:2 erhöhte. Die zweite Hälfte bestätigte die erste, wobei die Gäste ihre Chancen noch effizienter verwandelten. „Zum Schluss ging uns etwas die Luft aus.“ Anders bei den Magdeburgern; die machten aus dem 3:5 noch ein 5:5.

Heyrothsberge bei Bismark

Auch am Sonnabend (15 Uhr), wenn der SV Union beim TuS Schwarz-Weiß Bismark antritt, darf links gern wieder eine Fünf stehen, solange die rechte Ziffer kleiner ist. „Bismark gehört zu den besseren Teams der Liga. Es wird eine Riesenaufgabe für uns, zumal uns viele Spieler fehlen werden.“ Die vergangenen vier Partien haben die Bismarker allesamt gewonnen. Unter anderem gelang ein 2:1-Erfolg gegen Westerhausen sowie ein 11:0 gegen Förderstedt.

Heyrothsberge: Biegelmeier – Vaz, Schmidt (80., Horn), Krümling, Voelckel, Gieseler, Frigerio (71., Tandel), Kloska, Rieche, Fischer (75., Thormeier), Stridde

MSC Preussen: Ebeling – Fylypchuk (37., Gase), Preuss, Appel, Böning (64., May), Trinh, Bimenyimana, Tietz, Renger (46., Windelband), Sommermeyer, Liebold

Tore: 1:0 Daniel Stridde (2.), 1:1 Martin Liebold (4.), 2:1 Daniel Stridde (8.), 3:1 Nils Fischer (14.), 3:2 Daniel Trinh (24.), 4:2 Tim Rieche (34.), 4:3 Marvin Windelband (55.), 5:3 Christian Kloska (58.), 5:4 Marcus Preuß (78.), 5:5 Martin Liebold (82.): SR: Benedict Ohrdorf (Haldensleben), Thomas Krugel, Jonas Böttger; ZS: 73

Gegen Bismark fehlen: Marcus-Antonio Bach, Martin Peukert, Daniel Stridde, Marcel Gieseler, Tim Rieche, Nico Na Vaz; SR: David Kawitzke (Osterwieck), Oliver Backhaus, Frank Golla; Hinspiel: 1:1