Magdeburg/Genthin l Wenn Torhüter ihren Kasten verlassen, ist das immer so eine Sache. In den meisten Fällen ist der Offensivdrang berechtigt, während der Schlussphase beispielsweise, um im gegnerischen Strafraum Überzahlsituation zu schaffen. Dass es nicht so klug ist, mitten im Spiel seinem Drang zum Jubeln mit den Mitspielern fernab des Aufgabenbereichs zu teilen, diese Erfahrung machte Fortunas Steven Raschke. Er ließ es sich nicht nehmen, das 1:1 durch Denis Huth (45.) zu feiern und vergaß dabei die Absicherung. Maximilian Reinshagen schaltete nach dem Wiederanpfiff schnell und traf das leere Tor - 2:1 Genthin (45.).

Fortuna dreht Spiel in neun Minuten

Am Ende war diese Kuriosität nicht mehr als ein Anschlusstor, da Fortuna über die gesamte Spielzeit das tonangebende Team war. Der FSV tat sich besonders im zweiten Durchgang sowie am Ende von Halbzeit eins schwer, für Entlastung zu sorgen. „Das 2:2 resultierte aus einem Fernschuss, das 2:3 kam durch einen individuellen Fehler zustande“, erläuterte Detmar Gronwald, Trainer der Borussia, die Kehrtwende nach der zweimaligen Führung. „Sie hatten mehr vom Spiel und haben uns zum Schluss richtig weh getan. Für uns ist das sehr enttäuschend, da wir auf Punkte gehofft hatten.“

Die Gegentore zwei bis vier fielen allesamt während der letzten neun Minuten. Nach dem 2:3-Rückstand verloren die Borussen mehr und mehr an Halt, öffneten viele Räume und damit auch die Tür zum spielentscheidenden 4:2 durch Huth.

Am kommenden Sonnabend (15 Uhr) gibt es gegen Empor Wanzleben Chance zur Wiedergutmachung.

Genthin: Preuß - Bräse, Reinshagen, Harendt, Wende, Kemper, Tschimmel, Barske, Dake, Zander, Thiede (81., Brien)

Tore: 0:1 Julien Zander (5.), 1:1 Denis Huth (45.), 1:2 Maximilian Reinshagen (45.), 2:2 Mohammad Alali Alhamad (81.), 3:2 Nico Spieler (82.), 4:2 Denis Huth (90.), SR: Andreas Zepter (Reuden), Philipp Ulbrich, Bernd Schalla; ZS: 15