Niegripp/Herothsberge l Die erhoffte Spannung über 90 Minuten konnte das Derby des Jerichower Landes in der Landesliga Nord nicht bieten. Zu früh fielen die Tore der Gäste aus Heyrothsberge, die bereits nach sechs Minuten mit 2:0 in Front lagen. „Das glich einer Slapstick-Einlage, was wir in den ersten zehn Minuten abgeliefert haben“ beschrieb es Niegripps Spielertrainer Marcus Schlüter am Tag nach der neuerlichen Pleite treffend. Beide frühen Gegentore resultierten aus unglücklichen Fehlern in der Niegripper Defensive, die sich abermals nicht Landesliga-tauglich präsentierte. Deutlich besser machte die blau-weiße Offensive ihren Job. Immer wieder brachte sie die Unioner in Bedrängnis, doch ihr fehlte das letzte Quäntchen Glück, um den Anschlusstreffer zu erzielen.

Nach dem Seitenwechsel und gut 15 Minuten, in denen Niegripp erneut gut ins Spiel gefunden hatte, sorgte schließlich ein unstrittiger Elfmeter-Pfiff und das darauffolgende 3:0 für die Vorentscheidung. „Danach war bei uns sichtlich die Luft raus“, musste Schlüter eingestehen. Doch auch Andre Hoof, Trainer der siegreichen Unioner, war nicht gänzlich zufrieden. „Wir haben in der Schlussphase unsere Konter nicht mehr zu Ende gespielt und viele Chancen liegen lassen. Es hätten mehr Tore fallen können, aber vielleicht wäre das Ergebnis dann auch zu hoch ausgefallen.“