Heyrothsberge l Es war eine ungewohnte Situation für die Heyrothsberger. Anders als sonst, ging Landesligist Union als Außenseiter in das Erstrunden-Duell des Fußball-Landespokals gegen Verbandsligist SV Eintracht Elster. Andre Hoof, der Trainer der Unioner, rechnete seiner Mannschaft vor der Partie dennoch Chancen aus. „Ich habe nicht erst nach unserer Führung an die Überraschung geglaubt, sondern bereits vor dem Spiel und auch nach unserer ordentlichen Leistung in Halbzeit eins.“

In dieser setzte Hoofs Team die Anweisung des Trainers, vor allem defensiv gut zu stehen, hervorragend um. Zwar konnten die Gastgeber nicht alle Chancen des SV Eintracht unterbinden, doch der Abwehrverband der Heimmannschaft und vor allem Torwart Christopher Biegelmeier klärten die brenzligen Situationen hervorragend. Das Heyrothsberge mit dem torlosen Remis zur Pause deutlich zufriedener war, merkte man nicht zuletzt am immer unruhiger werdenden Spiel der Gäste, die sich mehr mit Meckern über die eigenen Fehler, als mit dem Gegner beschäftigten. Einziger Fehler der Hausherren in den ersten 45 Minuten war indes, die Unstimmigkeiten des Gegners nicht auszunutzen. Doch das sollte sich nach dem Gang in die Kabinen zur Freude der Heyrothsberger Fans ändern. Auch in der zweiten Hälfte war Union dem höherklassigen Gegner lange ebenbürtig.

Späte Niederlage trotz Führung für Union

„Wir mussten einige gute Möglichkeiten des Gegners überstehen. Da war sicher auch etwas Glück dabei“, bilanzierte Hoof nach dem Abpfiff. Doch dann schlug die Stunde von Union. Gut 60 Minuten waren gespielt, als das 1:0 durch Ramon Schröder fiel. Gerade als Elster begonnen hatte, mehr Zug zum Tor des Gegners aufzubauen, stellte die Hoof-Elf den Spielverlauf auf den Kopf.

Lange darüber freuen, konnte sie sich jedoch nicht, denn keine sechs Minuten später glich Pawel Wojciechowski für die Gäste aus. Und dann, als sich alle schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, schlug der Verbandsligist gnadenlos zu. Andreas Schmidt brachte Elster erstmals in Führung (88.), drei Minuten später machte Yannick Schüler auch die letzten Hoffnungen der Unioner zunichte. „Für den Landesliga-Auftakt nehmen wir mit, dass wir auch gegen stärkere Mannschaften mithalten können“, lautete Hoofs Fazit.