Jerichower Land l Spektakulär ging es vor allem auf den Fußballplätzen in Möser und Niegripp zu. Während Möser einen 0:3-Pausenrückstand wegbügelte, drehte Niegripp einen 0:2-Rückstand in einen Sieg. Und das mit Toren in der 82., 86. und 89. Minute.

TSG Grün-Weiß Möser - Lok Jerichow 4:3 (0:3)

„Solche Spiele erlebt man nicht alle Tage“, äußerte Grün-Weiß-Kapitän Benjamin Bartsch nach dem Abpfiff eines denkwürdigen Fußball-Nachmittages und dachte im Moment des überschwänglichen Jubels („ein unbeschreibliches Gefühl“) auch an den Unterlegenen: „Es tut mir ein bisschen leid für Jerichow, die Mannschaft hat ein super Spiel abgeliefert.“

Anschluss

Die Zuschauer erlebten ein Spiel mit vielen Strafraumszenen auf beiden Seiten. Allerdings zeigten sich lange Zeit nur die Gäste treffsicher und lagen zur Pause deutlich 3:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel spielte Möser alles oder nichts und schaffte das schier Unmögliche. Als Fabian Ellermann und Benjamin Bartsch innerhalb weniger Minuten für den 2:3-Anschluss sorgten, war die TSG angestachelt. In der 80. Minute sorgte Andreas Breckau für den umjubelten Ausgleich. Und als erneut Ellermann mit der letzten Aktion tatsächlich das Siegtor glückte, folgte ein grün-weißer Jubelrausch.

Tore: 0:1 Dave David Lüdersdorf (14.), 0:2 Steffen Höhne (26.), 0:3 Lüdersdorf (42.), 1:3 Fabian Ellermann (63.), 2:3 Benjamnin Bartsch (67.), 3:3 Andreas Breckau (80.), 4:3 Ellermann (90.).

SR: Rudolf Krüger - Tobias Schläger, Henry Schwitzer. ZS: 49

Blau-Weiß Niegripp II - VfL Gehrden 3:2 (0:1)

Der zweite Saisonauswärtssieg für Gehrden schien gebucht. Der Gast lag bis zur 82. Minute 2:0 in Führung und ließ über weite Strecken des Spiels gegen lustlose Niegripper nichts anbrennen. „Die Laufbereitschaft ohne Ball war grausam, es kam kein Pass an“, hatte auch Niegripps Co-Trainer Christian Mittelstädt die Punkte längst abgehakt. Dann geschah das, womit kaum jemand rechnete. Die Blau-Weißen zeigten in der Schlussviertelstunde eine enorme Moral und stemmten sich gegen die scheinbar besiegelte Niederlage. Der 1:2-Anschlusstreffer von Arturs Beinarovics in der 82. Minute schien zunächst nur Schönheitskosmetik, doch dann nahm eine verrückte Schlussphase, die Spielern und Zuschauern in Erinnerung bleiben wird, ihren Lauf. In der 86. Minute glich Matthias Febrow zum 2:2 aus, ehe ausgerechnet dem ehemaligen Niegripper Tommy Gerber in der 89. Minute ein Eigentor unterlief und somit seinen Ex-Verein jubeln ließ.

Tore: 0:1 Tino Raugust (44.), 0:2 Moritz Schmidt (52.), 1:2 Arturs Beinarovics (82.), 2:2 Matthias Febrow (86.), 3:2 Tommy Gerber (89./ET).