Niegripp l „Elf Freunde müsst ihr sein, wenn ihr Siege erringen wollt“ ist ein Zitat, welches oftmals dem ehemaligen deutschen Bundestrainer Sepp Herberger zugeschrieben wird. Ob er es nun wirklich gesagt hat, oder nicht, sei dahingestellt, doch ein Fünkchen Wahrheit steckt in dem Ausspruch ohne wenn und aber.

Elf Freunde – viel mehr konnte Landesligist SG Blau-Weiß Niegripp im vierten Testspiel gegen die angereiste SG Blau-Weiß Gerwisch nicht aufbieten. Auf der Auswechselbank nahm lediglich der reaktivierte Ersatz-Torwart Steffen Rateike Platz. Von den zehn Feldspielern stießen wie in den Vorwochen erneut zwei aus der Kreisoberliga-Elf zum Team. „Wir sind noch mindestens eine weitere Woche unterbesetzt, müssen aber das beste daraus machen“, formulierte Trainer Sandro Becker vor dem Spiel die Marschroute.

Niegripp kann Rückstand zweimal egalisieren

Mit dem Anpfiff war zunächst Niegripp die ambitioniertere Mannschaft, ohne jedoch das Gerwischer Tor in Gefahr zu bringen. Die Gäste sollten nach knapp einer halben Stunde die fehlende Konsequenz der Niegripper bestrafen und nutzten eine unglückliche Defensivaktion aus, die in einem Strafstoß resultierte. Schlussmann Matthias Heilmann hatte die richtige Ecke erahnt, kam jedoch nicht entscheidend an den von Pierre Miguel Falk geschossenen Elfmeter heran. Der Landesligist wollte den Rückstand nicht auf sich sitzen lassen und spielte weiter mutig nach vorn. Es dauerte keine acht Minuten, da konnte Justin Schaffrath mit einem sehenswerten Distanzschuss zum ersten Mal an diesem Abend ausgleichen.

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Mit dem 1:1 zur Pause war das Trainer-Team nicht zufrieden und so zeigte Marcus Schlüter seiner Mannschaft in der Halbzeit die taktischen Fehler der ersten 45 Minuten auf, die in Hälfte zwei abgestellt werden mussten. Das gelang zunächst jedoch nur bedingt, denn Gerwisch war nach Wiederanpfiff die gefährlichere Mannschaft und kam erneut nach einer Standardsituation (66.) zum zweiten Treffer. Doch auch diesmal kam die Heimmannschaft zurück und erzielte neun Minuten vor dem Abpfiff den 2:2-Endstand.