Jerichower Land l Mit dem 3:2-Erfolg bei Eintracht Gladau ist aus Verfolger Grün-Weiß Möser nun endgültig ein echter Titelaspirant geworden.

TSV Brettin/Roßdorf - Borussia Genthin 0:6 (0:2)

Drei Punkte, Derbysieger und neuer Spitzenreiter der Kreisoberliga. Der FSV Borussia Genthin hat sich mit einem 6:0-Erfolg beim TSV Brettin/Roßdorf auf eindrucksvolle Weise im Kampf um die Meisterschaft zurückgemeldet. „Ein ganz großes Lob an meine Mannschaft“, war Borussia-Coach Sebastian Kroll mehr als zufrieden mit der Leistung seiner Elf. Vor 260 Zuschauern startete die Borussia fokussiert in das Derby, bestimmte die Szenerie und kam durch Thomas Gronwald in der 27. Minute zum 1:0 Führungstreffer. Nur zehn Minuten später sorgte Niklas Koch für den schönsten Treffer der Begegnung. Der Genthiner Youngster verwandelte einen Freistoß aus rund 20 Metern unhaltbar (37.). Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste weiterhin spielbestimmend. Nach einem Eigentor von Jeremy Renner in der 49. Minute, erhöhten Julien Zander (53.) und Lucas Muschert (56.) mit ihren Treffen auf 5:0.

In der Folge verflachte das Spiel zwar etwas, doch es durfte auf Seiten des neuen Tabellenführers nochmals gejubelt werden. Eine Minute vor Abpfiff machte Peter Nordahl das halbe Dutzend voll und setzte den Schlusspunkt unter einem ereignisreichen Spiel. „Ein faires Derby auf dem Platz sowie auf den Zuschauerrängen“, betonte Kroll in seiner Spieleinschätzung. Mit Blick auf das Klassement der Kreisoberliga gibt sich der Trainer optimistisch. „Wir freuen uns über die Tabellenführung, haben es jetzt in der eigenen Hand und können uns ganz allein auf uns fokussieren“, kommentierte der Borussia-Coach den Wechsel an der Tabellenspitze.

DSG Eintracht Gladau - Grün-Weiß Möser 2:3 (1:1)

Rassige Zweikämpfe, viele Emotionen und reichlich Spannung. Das Gipfeltreffen zwischen dem Tabellenführer DSG Eintracht Gladau und der TSG Grün-Weiß Möser wurde seinen Erwartungen gerecht. „Ein echtes Spitzenspiel mit allem was dazu gehört“, betonte TSG-Akteur Benjamin Bartsch. Bereits in der Anfangsphase zeigten sich beide Mannschaften hoch motiviert, agierten mit offenem Visier und drängten auf den Führungstreffer. Zunächst mit Erfolg für die Hausherren. Nach einer Ecke köpfte Paul Wesemann zur Führung für die Eintracht in der 21. Minute ein. Diese wurde nur sieben Minuten später durch TSG-Spieler Maik Damczyck, der nach einer Kombination über die Außenpositionen den Ball unhaltbar in das lange Torwarteck des Eintracht-Gehäuses unterbrachte, ausgeglichen. Bis zum Halbzeitpfiff ergaben sich auf beiden Seiten weitere Tormöglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. „Beide Mannschaften hätten mit einer Führung in die Kabinen gehen können“, schätzte Eintracht-Trainer Torsten Schönbeck zur Pause ein.

Nach dem Seitenwechsel neutralisierte sich das Spielgeschehen bis zur intensiven Schlussphase. Für Aufregung sorgte zunächst Schiedsrichterin Saskia Köppe, die in der 72. Minute auf Freistoß entschied aufgrund eines vorangegangenen Handspiels. „Den muss man nicht geben“, kritisierte Schönbeck die Auslegung der Unparteiischen. Ein Pfiff, der Folgen haben sollte. So wusste TSG-Mittelfeldmann Kevin Kloska den folgenden Freistoß-Abpraller zu nutzen, vollendete im Strafraum den Nachschuss und brachte seine Farben 2:1 in Front. Die Hausherren standen nun unter Zugzwang, mussten den Defensivverbund auflockern und wurden postwendend mit einem Kontertor bestraft.

Mit einem langen Pass in die Tiefe wurde TSG-Goalgetter Andreas Breckau in Szene gesetzt, der ein intensives Laufduell für sich entschied und den Ball über Eintracht-Torhüter Stefan Vocks hinweg zum 3:1 in das Tor lupfte (76.). Für eine Vorentscheidung sorgte dieser Treffer jedoch nicht. Erneut fand die Eintracht-Elf den Weg über Paul Wesemann, der per Kopf den 2:3-Anschlusstreffer markierte (80.). In den Schlussminuten drängten die Gladauer auf den Ausgleich, doch die Defensive der Grün-Weißen hielt dem Druck stand und rettete den Vorsprung ins Ziel. „Ein bisschen Glück gehört immer dazu, wenn man ein enges Spiel für sich entscheidet. Der Sieg geht aber in Ordnung“, freute sich TSG-Kapitän Benjamin Bartsch. Gladaus Trainer Torsten Schönbeck zeigte sich trotz der Niederlage kämpferisch: „Es geht weiter, die Meisterschaft wurde heute nicht entschieden.“