Heyrothsberge l Mit 45 Punkten führt der SV Westerhausen vor den SV Staßfurt die Tabellen an. Wie man am Sonnabend (15 Uhr) gegen das Schwergewicht aus dem Harz gewinnen kann, wissen Tim Rieche und Co. ganz genau.

Vorbild Landespokal

Der 7. Oktober 2017 war ein ganz besonderer Tag für den SV Union. Mit 3:2 setzte sich der Außenseiter gegen Westerhausen durch und erreichte das Landespokal-Achtelfinale. Das Siegtor erzielte der eingewechselte Tom Raue, der sonst in der zweiten Mannschaft der Heyrothsberger zu Einsätzen kommt. „Es hat schon viele brisante Duelle mit Westerhausen gegeben. Ich denke, ich brauche keinen heiß zu machen. Jeder weiß, dass wir gegen den Spitzenreiter spielen“, schätzt SVU-Trainer Torsten Marks die Einstellung seiner Mannschaft ein.

An das 3:2, bei dem die Gäste vor allem defensiv sehr sortiert standen und stets einen Treffer vorlegten, erinnert er sich noch gut. „Wenn das alles noch einmal genauso funktionieren würde wie im Pokal, dann würde ich es selbstverständlich wieder so machen. Jetzt kommt es aber erstmal drauf an, dass wir nicht wieder so untergehen wie im Hinspiel.“

Hinspielpleite wieder gut machen

Dieses taugte ganz und gar nicht für die Geschichtsbücher. Westerhausen konnte seine Qualitäten im zweiten Durchgang ganz ausspielen und traf ab der 55. Minute fünfmal zum 0:5-Endstand. Union war längst nicht auf Augenhöhe, viele Spieler waren verletzt oder angeschlagen. Der 28. Oktober war auch jener Tag, an dem sich Mike Pinno zum dritten mal das Kreuzband riss. Bis heute leidet der Stürmer an den Folgen und wird die Fußballschuhe mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Nagel hängen.

Westerhausen ist für den SVU gleichzeitig der zweite Brocken in Folge. Vergangenen Sonnabend gab es ein 0:3 beim Zweiten in Staßfurt. „Wir haben es nicht geschafft, den Gegner ausreichend zu beschäftigen, ihn vor Aufgaben zu stellen. Das wollen wir zuhause unbedingt besser machen.“ Der SVW stand bereits am Dienstagabend zum Harz-Derby auf dem Platz und setzte sich mit 2:1 gegen den FSV Grün-Weiß Ilsenburg durch. In einer dramatischen Schlussphase mit zwei Elfmetern hatte der Gastgeber das bessere Ende für sich. Dramatisch darf es auch morgen wieder zugehen. Vielleicht findet sich ein neuer Glückspilz, dem der entscheidende Siegtreffer gelingt.

Es fehlen: k. A.; Hinspiel: 0:5; SR: Michael Damke (Gardelegen), Stefan Liebrecht, Thomas Kölle