Biederitz l Trotz des sportlichen Klassenerhaltes geht die erste Mannschaft des SV Eiche Biederitz im kommenden Jahr eine Klasse tiefer in der Verbandsliga an den Start. Man könnte meinen, dass die Spieler um Neu-Trainer Rene Schaarschmidt als Aufstiegsfavorit in die Spielzeit 2019/2020 gehen, doch das hält Klaus-Dieter Wolff, Abteilungsleiter des SVE, für vermessen. „Nach einem solchen Umbruch sollten wir nicht vom Aufstieg reden. Natürlich wollen wir auf lange Sicht zurück in die Sachsen-Anhalt-Liga, doch die nächste Saison kommt dafür vielleicht noch zu früh.“

Vordringlichstes Ziel wird es sein, mit den neuen, jungen Spielern, die aus der zweiten und dritten Mannschaft kommen, eine schlagkräftige Truppe in die Halle zu bekommen, um endlich wieder dauerhaft attraktiven Handball in Biederitz zu bieten. „Gerade mit Blick auf unsere A- und B-Junioren, die über kurz oder lang in die Männermannschaften drängen, wollen wir dieses Ziel erreichen. Wir wollen, dass unsere Nachwuchssportler dem Verein erhalten bleiben“, wagt Wolff einen Ausblick in die Zukunft.

Wegbereiter soll wie eingangs erwähnt Rene Schaarschmidt sein, welcher die erste Mannschaft nach dem Weggang von Enrico Sonntag fortan betreuen wird. Dem geneigten Handball-Kenner im Jerichower Land ist Schaarschmidt kein Unbekannter. Zuletzt coachte er den FSV 1895 in der Landeshauptstadt Magdeburg, zuvor war er als Abteilungsleiter und Trainer in Gommern tätig. „Rene war direkt sehr angetan, Trainer in der Sachsen-Anhalt-Liga zu werden, hat aber auch den Abstieg in die Verbandsliga schnell akzeptiert“, verriet Wolff über die Verhandlungen mit dem Trainer. Eiche hatte den Antrag auf den freiwilligen Gang in die niedrigere Klasse gestellt, nachdem bekannt wurde, dass einige Spieler den Verein in Richtung HSV Haldensleben verlassen würden.

Der Aderlass wird zum Großteil vereinsintern aufgefangen. „Vereinzelte Verstärkungen von außen sind möglich, dazu sind wir derzeit in Gesprächen. Stand jetzt werden aber vor allem unsere jüngeren Spieler aus der zweiten und dritten Mannschaft das Loch im Kader unserer Ersten füllen“, so Wolff. Ein derartiger Neustart wäre in der höchsten Liga des Landes nicht ohne Wettbewerbsverzerrung möglich gewesen. „Die Spieler müssen sich erst einmal finden, damit Automatismen entstehen, die uns über kurz oder lang zwangsläufig wieder an die Spitze der Tabelle und mit dem Aufstieg in Verbindung bringen werden“, meinte Wolff, der den Aufstieg zurück in die Sachsen-Anhalt-Liga nach einem Umbruchjahr für möglich hält.

„Ich traue den Jungs den Schritt von der Nordliga in die Verbandsliga sicherlich zu. Unser Trainer wird die richtigen Worte finden und die Mannschaft gut auf die neuen Aufgaben einstellen. Darüber hinaus sind natürlich nicht alle Spieler von Bord gegangen, die im letzten Jahr Sachsen-Anhalt-Liga gespielt haben und ihren jüngeren Mannschaftkollegen mit dem einen oder anderen Tipp zur Seite stehen können. Ich denke, wir werden eine starke Mannschaft an den Start bringen.“