Biederitz l „Wir konnten heute nicht viel von dem auf die Platte bringen, was wir beim gestrigen Training noch hinsichtlich des Kontrahenten besprochen haben. Unsere Körpersprache sowie Körperspannung sprachen für sich“, meinte ein enttäuschter Biederitzer Trainer Enrico Sonntag nach dem Schlusspfiff einer äußerst fairen Begegnung mit lediglich vier Zeitstrafen.

In den Anfangsminuten war bei beiden Mannschaften noch der Wurm drin, entsprangen doch die jeweiligen Treffer stets einem haarsträubenden Fehler im Aufbauspiel der Gegenseite. Nach dem 3:3 durch Sören Große nahmen dann zuerst die Gäste ihren Spielfaden auf und setzten sich nach zwei schnellen Gegenstößen auf 5:3 ab. Auch im weiteren Verlauf hatten die Biederitzer, die zu oft den Weg in die Tiefe mieden, sichtlich Schwierigkeiten im Spielaufbau.

Die zahlreichen technischen Fehler, beziehungsweise Fehlwürfe nahm der besonnen agierende Gast auf und setzte sich nach 19 Minuten auf 9:5 ab. Auch nach der fälligen Auszeit änderte sich am Biederitzer Angriffsspiel nur wenig zum Positiven. Nach dem 6:10 von Steve Klack und dem 7:12 von Christoph Frank ließ dann in imponierender Art und Weise der Dessauer Robert Lux sein Können aufblitzen. Neben drei Toren in Folge zum 15:7 stach auch das Zusammenspiel des langjährigen Zweitligaspielers mit Kreisläufer Moritz Brodowski heraus. In dieser Phase erkämpften die Gastgeber zwar ab und an den Ball, verloren ihn aber viel zu schnell wieder. Da weitere gute Möglichkeiten ungenutzt blieben und zudem vier Wurfversuche am Gebälk landeten, nahmen die 06er eine vorentscheidende 16:7-Führung mit in die Kabine.

Vorentscheidung zur Pause

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste das Geschehen. Dem 7:17 ließ Max Held zwei Treffer vom Siebenmeterpunkt zum 9:17 folgen. In der Folge legten die Biederitzer dann im Deckungsverbund etwas zu und stellten die Gäste in deren Angriffsverhalten vor schwerere Aufgaben. Insgesamt war dennoch festzustellen, dass die Dessauer nur selten um eine Antwort verlegen waren und auch die Manndeckung gegen Lux durch Held wurde wiederholt durch spielerische Akzente überdeckt.

So gelang es den Biederitzern auch in den zweiten 30 Minuten zu selten, das eigene Spiel auf die Platte zu bringen. Dem 14:24 ließ Frank per Doppelschlag das 16:24 (48.) folgen, doch insgesamt war das ganze Auftreten der Gastgeber in allen Belangen zu dürftig. Für die Biederitzer Schlusspunkte sorgten schließlich die Aushilfen Klack und Stephan Holzgräbe, die die letzten Treffer beitrugen.

„Es war vom Anpfiff weg eine völlig unbegründete Angst in unserem Spiel zu erkennen. Wir konnten den Gegner nie wirklich unter Druck setzen und haben auch deshalb in dieser Höhe verdient verloren“, meinte SVE-Coach Sonntag nach dem Schlusspfiff und bedankte sich einmal mehr bei den drei Aktiven aus der zweiten und dritten Mannschaft.
Biederitz: Wichmann, Wolke – Möritz, Wolff, Held (4/2), Kinast, Große (2), Rabe, Freistedt, Frank (8/3), Holzgräbe (1), Klack (3)
Dessau-Roßlau II: Alisch – Schenke, Donath (7/1), Holtz (2), Germer (1), Lux (4/1), Sprecher, Lindner (4/2), Brodowski (8), Kuhr, Milkow (6)
Siebenmeter: Eiche 6/5 – DRHV II 6/4; Zeitstrafen: Eiche 3 – DRHV II 1