Biederitz l Die Eintracht verbuchte durch Treffer von Robert Kaese und Hagen Sommerfeld nach sieben Minuten beim Stand von 3:1 den besseren Start. Doch im weiteren Verlauf wachten auch die Gastgeber auf und erzielten beim Stand von 5:5 (11.) und 8:8 (20.) Gleichwertigkeit. Auffallend war an diesem Tag jedoch, dass die Biederitzer gerade von den Außenpositionen gegen den starken Marcus Sindermann zu viele Chancen ungenutzt ließen.

So kamen die Gäste aus der 2. Nordliga, bei denen der Ball zumeist flüssiger unterwegs war, wiederholt in Ballbesitz und nutzten dies zur eigenen 12:8-Führung nach 25 Minuten. Auf Dirk Hesses Treffer zum 9:12 ließen die Gäste - in Überzahl spielend - Tore vom agilen Tom Leine, Fabian Bock und Robert Kaese zum 15:9 folgen. Trotzdem blieben auch bei den Gästen insgesamt zu viele gute Möglichkeiten liegen, was unter anderem an den fehlerbehafteten Gegenstößen lag.

Nach dem Wiederbeginn trafen die Routiniers Dirk Hesse (Biederitz) und Robert Kaese (Gommern) zum 16:10, ehe die Gastgeber mit deutlich mehr Zielstrebigkeit und Tempo zum 12:16 verkürzten.

Rückraum macht den Unterschied

Die nächsten Minuten zeigten dann deutlich, wo der Gast seine Vorteile hatte. Während die Biederitzer für jeden Treffer regelrecht ackern mussten, hatten die Gommeraner in Philipp Eckhardt und Robert Kaese zwei Akteure im Rückraum, die wiederholt den Unterschied ausmachten. Beide „Kanoniere“ sorgten für das 19:12 nach einer Dreiviertelstunde, was schon einer gewissen Vorentscheidung vor der mageren Kulisse von etwa 40 Zuschauern gleichkam.

In den verbleibenden Minuten versuchten die Biederitzer zwar noch einmal alles und konnten beim 15:20 (48.) und 18:23 (53.) auf fünf Treffer aufschließen. Doch der Meister der 2. Nordliga war auch in dieser Schlussphase selten um eine Antwort verlegen.

„Wir hatten heute endlich richtige Gegenwehr, was in den Punktspielen eher selten der Fall war. Es war ein schönes Spiel mit vielen tollen Handballern auf beiden Seiten, was sicherlich auch mehr Zuschauer verdient hätte. Am Ende sind wir der verdiente Sieger, weil die Abwehr inklusive Torhüter gut gearbeitet haben und wir wohl auch Vorteile in Sachen Rückraum hatten“, meinte nach Spielende Robert Kaese, der mit zwei Toren den 27:21- Endstand herstellte. „Der Sieg der Eintracht geht in Ordnung. Viele einfache Fehler und die schlechte Chancenverwertung von den Außenpositionen haben mit den Ausschlag gegeben“, meinte der SVE-Verantwortliche Holger Arnold nach dem Schlusspfiff eines intensiven und kampfbetonten, aber nie unfairen Derbys.

Biederitz: Beran, Gronemeier - Walde (3), Bramer, Schmidt, Genth, Thielicke (1), Steinweg (2), Hesse (7/3), Beyme, Wöhler (6), Lichtenberg (1), Werkmeister (1), Harwart

Gommern: Sindermann, Hartung - Slodowski, Eckhardt (4), Koch (3), Simon, Kipping, Sommerfeld (3), Krieseler (1), Bock (2), Kaese (11/2), Weidner, Rabe, Leine (3)