Oschersleben l Eigentlich wurde die Partie vom Handballverband Sachsen-Anhalt für Sonntag angesetzt. Mit Teammanager Stefan Bußmann und Torhüter Julian Hartung begingen allerdings gleich zwei Gommeraner ein rundes Jubiläum und wollten dieses gebührend feiern. Zum jeweils 30. musste natürlich die komplette Mannschaft dabei sein, weshalb ein Verschieben der Verbandsligapartie nicht zu vermeiden war. Schließlich ging die Party bis „in die frühen Morgenstunden“, wie auf der Facebook-Vereinsseite zu lesen ist. „Das haben wir lange im Vorfeld mit Klein Oschersleben besprochen und war auch kein Problem“, so Trainer Sebastian Munter, der auch zu den Feiernden gehörte.

So ging es für beide Teams schon am Freitag um 20 Uhr auf die Platte. Munter musste einige Umstellungen vornehmen, da Kreisläufer Oliver Schulke vergangene Woche in Westeregeln einen Mittelfußbruch erlitt - und das sechs Sekunden vor Spielende und ohne Fremdeinwirkung. Schulkes Position am Kreis wurde von Nicolas Schröder ausgefüllt, Maximilian Slodowski half 20 Minuten aus. Beide „machten ihre Sache gut“.

Führungen wechseln ständig

Im Spiel drängte sich aus Eintracht-Sicht schnell der ein oder andere Kritikpunkt auf. Ohne überhart zu agieren, kassierte der Gastgeber insgesamt neun Zeitstrafen. Zu keinem Zeitpunkt schlug Gommern daraus Kapital. Bestes Beispiel ist die 27. Minute. „Wir haben dreifache Überzahl und erzielen nur ein Tor. Das ist viel zu wenig. Ich denke, die schlechte Torquote bei Überzahl war generell so etwas wie ein Knackpunkt.“ Nach der Gastgeber-Führung (12:11) wurde das Ruder nur kurze Zeit herumgerissen, bevor Ronny Suttner und Lars Dedecke wieder ausglichen (13:13, 14:14, 15:15). Die Partie blieb über die gesamte Spielzeit sehr ausgeglichen. Mal führte Gommern, dann wieder Klein Oschersleben, was unter anderem daran lag, dass die Gäste vor der 50. Minute nicht an ihr volles Leistungsvermögen kamen.

Moritz Eheleben stellte 20 Minuten vor Schluss mit dem 19:16 erstmals eine Drei-Tore-Führung her, wodurch die Ehlestädter stärker unter Druck gerieten. Weitere Zwei-Minuten-Strafen gegen Klein Oschersleben und eine Umstellung auf das 3:3-System, halfen Gommern, letztendlich noch einen Punkt mitzunehmen.

„Das geht so in Ordnung. Gegen Osterburg müssen wir mit Überzahlsituationen viel besser umgehen“, kritisierte Munter.

Kl. Oschersleben: Kernchen (1), C. Langenbeck (3), Garnatz (6), Kopper, Dedecke (5), Ehelebe (1), Engelhardt, Thiel, F. Langenbeck (3), Suttner (6)

Gommern: Hartung - Wilke, Einwiller (1), Schröder, Schaede (1), Kaffenberger, Stahlhut (1), Liebich (6/1), Slodowski, Alsleben (3), Lindner (1)

Siebenmeter: 4/4 - 5/3; Zeitstrafen: 9 - 5; Rot: Lars Dedecke (46:48, o.B.)