Hohenwarthe/Gommern l Guter Handball produziert immer auch irgendwie große Gefühle. Wenn er aber gut werden soll, braucht es viel Gefühl. Meist sogar bis in die Fingerspitzen, weshalb kein Handballtorhüter dieser Welt auf die Idee käme, im Spiel Handschuhe zu tragen. Es war also nur allzu menschlich, dass die Gommeraner Verbandsliga-Mannschaft beim traditionellen Freundschaftskick gegen die Hohenwarther Kreisoberliga-Fußballer ohne „Arbeitskleidung“ für ihre wechselnden Keeper angereist war. Zudem konnte die gastgebende Eintracht unkompliziert Abhilfe leisten und borgte dem Namensvettern von der Ehle ein Paar Handschuhe.

Anders als die Episode vom Donnerstag erahnen ließ, wird in Gommern während der Vorbereitung alles andere als improvisiert. Seit zweieinhalb Wochen läuft alles ziemlich genau nach Plan. So lange nämlich steht das Team von Trainer Sebastian Munter wieder im Mannschaftstraining. Und dabei wird auf Abwechslung gesetzt, wie der Coach durchblicken ließ: „Neben der obligatorischen Einheit rund um und im Kulk konnten sich die Jungs bereits beim CrossFit in Magdeburg ausprobieren. Auch den Ball haben wir schon mehrfach in die Hand genommen, haben bisher zwei Trainings in der Halle absolviert.“

Am Donnerstag folgte nun also der sportartfremde Vergleich in Hohenwarthe. Dabei präsentierten sich die Gommeraner unverändert. „Ich bin froh, dass die Mannschaft der Vorsaison soweit zusammengeblieben ist und es keine Abgänge gab“, so Munter. Verstärkung kommt dagegen aus den eigenen Reihen. Mit Tom Leine, Fabian Dunker und Malcolm Dlusinski rücken drei Nachwuchsakteure auf, die in Hohenwarthe noch fehlten.

Dort stellten sich Gommerns Handballer übrigens geschickter an, als man es ihnen zutrauen mochte. Bis zur Pause hielten sie mit Geschick und Glück Schaden vom eigenen Tor fern, ließen jedoch selbst vielversprechende Angriffe ungenutzt. „Am Ende sind wir doch ein bisschen eingebrochen und haben es den Hohenwarthern zu einfach gemacht“, gab Teammanager Stefan Bußmann eine kurze Innenansicht zur zweiten Halbzeit, die nach torloser erster Hälfte mit 0:4 verloren ging. „Das war dann natürlich etwas enttäuschend, aber bei Alster und Bratwurst ging es nach dem Spiel ganz erträglich weiter.“