Biederitz l Der HVSA-Pokal, der für die Biederitzer Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer seit dem vergangenen Sonntag (21:25 gegen TSG Calbe) Geschichte ist, wurde an der Ehle relativ schnell zu den Akten gelegt. „Wir stehen im Ligaalltag gut da und wollen dies mit einem Heimerfolg gegen Schönebeck auf alle Fälle untermauern“, gab der Biederitzer Trainer Enrico Sonntag beim Abschlusstraining am Donnerstagabend als klares Ziel vor. Doch so einfach, wie es die Tabellenkonstellation und erst recht das Hinspielresultat vermuten lassen, wird es laut Sonntag nicht werden: „Lok hat sich in den vergangenen Wochen an das Niveau der Liga gewöhnt und dürfte weitaus schwerer zu bespielen sein. Ich bin dennoch der Meinung, dass es aus unserer Sicht eine Frage des Kopfes, sprich der Einsatzbereitschaft, werden wird.“ Diesen Worten ist jedoch unweigerlich zu entnehmen, dass die Zähler vor den anstehenden schweren Aufgaben (Radis, Spergau und Oebisfelde) zwingend in der Ehlegemeinde bleiben sollen, aber keinesfalls im Vorbeigehen einzufahren sind.

Im Hinspiel setzten sich die Biederitzer mehr oder weniger problemlos mit 35:26 durch, wobei die Begegnung beim Halbzeitstand von 19:10 bereits entschieden war. Rückraumshooter Christoph Frank verdiente sich im September 2017 nicht nur wegen seiner 15 Treffer bei 17 Versuchen ein Extralob seines Trainers. Diese zuletzt vermisste gute Quote aus dem Rückraum wird auch am Sonnabend vonnöten sein, um der unweigerlich in Biederitzer Hand befindlichen Favoritenrolle gerecht zu werden.

Gegner im Aufwind

Die Lok-Handballer setzten vor 14 Tagen in heimischer Halle zu einem enorm wichtigen Befreiungsschlag an, konnte doch der unmittelbare Kontrahent um den Ligaverbleib vom HBC 53 Wittenberg/Jessen nach zuvor fünf Niederlagen am Stück mit 31:25 bezwungen werden. Damit beträgt der Abstand zu den gefährdeten Plätzen zwar mittlerweile fünf Zähler, die aber keinesfalls den angestrebten Klassenerhalt garantieren. Nicht erst nach dem letzten Befreiungsschlag lobte der Schönebecker Trainer Henning Stapf seinen Kader, den er auch in der neuen Saison definitiv in der Sachsen- Anhalt-Liga sieht: „Das Team rafft sich immer wieder auf. Davor habe ich großen Respekt.“

So zeigte die Lok-Sieben in den vergangenen Spielen wiederholt ansprechende Leistungen gegen die Spitzenteams Radis, Calbe und Langenweddingen, belohnte sich jedoch nicht. Auf dem Feld sind es im Rückraum vor allem Jan Bauer und Martin Schröder sowie die Außen Mario Meißner und Kevin Krause, die dem Schönebecker Spiel ihren Stempel aufdrücken.