Magdeburg/Biederitz (ihe/tzs) l Der erste, langersehnte Saisonsieg am zurückliegenden Wochenende mit 35:30 gegen die HSG Altmark/West kam in der vergangenen Trainingswoche nur kurz zur Sprache: „Wichtig war in erster Linie der Sieg. Dennoch war auch offensichtlich, dass wir im zweiten Spielabschnitt gegen die offensivere Abwehr der Gäste zu wenig Lösungsansätze gefunden haben“, meinte SVE-Coach Rene Schaarschmidt am Dienstagabend und nahm sich der Problematik am Donnerstag beim Abschlusstraining mit seinen Schützlingen an. Überaus positiv bewertete er den Auftritt seiner Sieben gegen die Altmärker in den ersten dreißig Minuten, in denen aus einer starken Deckung heraus zahlreiche einfache Treffer erzielt werden konnten.

Dass der kommende Gegner jedoch aus einem ganz anderem Holz geschnitzt sein wird, ist allen Beteiligten an der Ehle klar. „Der deutliche Sieg der Postler in Oschersleben überrascht schon. Hauptsächlich aber deshalb, weil man beim LSV 90 nicht einfach im Vorbeigehen zwei Zähler holt“, weiß auch der Biederitzer Routinier Andre Freistedt um die Schwere der Aufgabe bei den Magdeburgern, die bis auf Weiteres ihr Heimdomizil in der Neustädter Sporthalle „An der Klosterwuhne“ gefunden haben. Ihre eigentliche Heimstätte am Lorenzweg wurde einer umfangreichen Baumaßnahme unterzogen und ist noch nicht wieder bespielbar. Die Schützlinge um Trainerin Peggy Höhn warteten am letzten Wochenende mit einem vor allem in der Höhe überraschenden 36:17-Erfolg bei Klein Oschersleben auf und bauten ihre gute Startausbeute auf nunmehr 9:3 Punkte aus. Die Postler um Haupttorschütze Marvin Frank verloren lediglich zum Auftakt beim HV Lok Stendal mit 25:35 und gaben neben den vier Doppel-Punktgewinnen noch einen Zähler im Heimspiel gegen die Gommeraner Eintracht ab.

Die Biederitzer, die in der Landeshauptstadt wieder auf einige Akteure verzichten müssen, werden darauf bedacht sein, aus einer stabilen Abwehr zu agieren. Im Angriff gilt es, die zuletzt nach oben zeigende Quote in Sachen Chancenverwertung aufrecht zu erhalten und die wiederkehrenden, einfachen Fehler im Spielaufbau endgültig abzuschalten. Nur so hat der SV Eiche 05 eine Chance mit einem weiteren Erfolgserlebnis aus der Landeshauptstadt zurückzukehren.