Calbe/Biederitz l Im dritten Anlauf kommt nun auch die TSG Calbe im Duell mit dem SV Eiche 05 in den Genuss des Heimrechts, nachdem zuvor das Hinspiel im Oktober wie auch das Viertelfinale des HVSA-Pokals in der Biederitzer Ehlehalle zur Austragung kamen. Während sich die damaligen Gastgeber die Punkte mit einem knappen 24:23 sichern konnten, hatte die TSG im Pokalgeschehen das bessere Ende für sich und zog seinerseits in das dann ebenfalls erfolgreiche Halbfinale ein.

Blickt man ein wenig auf die vergangenen Auftritte beider Mannschaften zurück, wird man den Eindruck nicht los, dass die Saalestädter den längeren Atem in der zu Ende gehenden Saison haben. Erst am zurückliegenden Wochenende holten sie aus zwei Begegnungen die optimale Punktzahl, da sie erst im Nachsitzen am Freitagabend den SV Langenweddingen (32:31) bezwangen, um dann auch die unangenehme Auswärtshürde beim HBC 53 Wittenberg/Jessen am Sonntag mit 32:27 erfolgreich zu nehmen. „Es war eine Teamleistung. Kein Spieler stach wirklich hervor“, schätzte TSG-Coach Andreas Wiese nach dem Arbeitssieg beim Tabellenschlusslicht ein und bemängelte zudem die schlechte Quote im Abschluss.

Nur ein Punkt aus vier Spielen

Anders stellt sich indes die Lage an der Ehle dar. Nicht nur, dass die Punktausbeute mit 1:7-Zählern aus den jüngsten vier Begegnungen nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, auch die Personalsituation geht mit der aktuellen sportlichen Talfahrt einher. „Gerade gegen Langenweddingen haben uns die Möglichkeiten von der Bank gefehlt. Schon deshalb konnten wir die Doppelbelastung des SVL nicht zu unseren Gunsten nutzen“, erinnert sich der Biederitzer Trainer Enrico Sonntag an das zurückliegende Wochenende.

An der Personalfront wird sich allerdings vorerst nur wenig ändern. Sören Große kehrt zwar in den Kader zurück, doch Nilas Praest wird nach aktuellem Stand in Calbe nach seiner Knieverletzung noch nicht mit an Bord sein. „Wir stehen vor einer ganz schweren Aufgabe und werden einen sehr guten Tag brauchen, um dort etwas mitzunehmen“, ist sich Sonntag der Schwere der Partie des 22. Spieltags bewusst.

Rein tabellarisch müssten die Biederitzer in der Hegersporthalle schon etwas mitnehmen, um nicht vorzeitig den Anschluss zu Platz drei zu verlieren. „Das Restprogramm ist dann sicherlich nicht mehr so enorm fordernd wie unsere Gegner in den zurückliegenden Wochen, wobei dennoch jede Aufgabe für sich knifflig werden wird“, meint der Biederitzer Rückraum-Shooter Christoph Frank, der am Spieltag seinen 30. Geburtstag feiert, mit Blick auf die verbleibenden vier Begegnungen. Vor der Partie in Calbe scheint für die Biederitzer in Sachen Abschlussplatzierung von Rang drei bis neun also noch alles möglich.