Güsen l „Über viele Sachen war ich positiv überrascht, auch weil die Abwehrarbeit bisher noch kein Trainingsbestandteil gewesen ist. Überzeugt hat mich die Mannschaft mit der gezeigten Leistung dennoch“, so Coach Steinbrecher. Die recht deutliche Niederlage lag letzten Endes lediglich an der schlechteren Chancenverwertung der Gastgeber. So fehlten im Abschluss oftmals das altbekannte Quäntchen Glück und die Treffsicherheit an der Siebenmeterlinie, wo die Güsener allein fünf Treffer verschenkten.

Das intensive Konditionstraining zeigte jedoch sehr positive Ergebnisse, obwohl der GHC zeitweise spielerische Einbrüche erlebte. „Das schreibe ich aber den Positionswechseln der Spieler zu, die sich ausprobieren durften“, erläuterte Steinbrecher die schwächeren Phasen im Spiel. Dennoch wurde offensichtlich, dass „Wusterwitz schon ein paar mehr Trainingseinheiten auf dem Buckel hatte als wir“.

Pascal Fritz zählte zu den großen Lichtblicken bei den Güsener, zeigte ein starkes Spiel und agierte als einer der Torgaranten. Erfreulich auch, dass Christian Haßbargen nach langer Verletzung den Weg zurück ins Team fand. Dass der Shooter vergangener Tage noch nicht wieder in gewohnter Topform agierte, lag schlichtweg an der langen Ausfallzeit. „Vorerst wird er sich in der zweiten Mannschaft weiter vorbereite. Wenn er wieder soweit ist, kehrt er zu uns zurück“, erklärte Steinbrecher.

So manchen Fallstrick in der Partie stellte zudem die aggressive Abwehr der Gäste dar, an der ein Vorbeikommen nur mit schnellen Pässen möglich war. Im Angriff wiederum setzten die Brandenburger auf schlagkräftige Würfe aus dem Rückraum, die zumeist treffsicher im Kasten der Gastgeber landeten. Trotz allem hatten diese dank des Einsatzes von Kevin Lepper und Silvio Keil den Kreisspieler der Gäste erstaunlich gut im Griff und vereitelten so das eine oder andere zusätzliche Tor.

Am Sonnabend, 5. September, geht es für den GHC zunächst einmal nach Leipzig. „Dieses Turnier wird für uns eine Standortbestimmung, in der sich die noch offenen Baustellen zeigen sollen. Danach gilt es, diese Spiele auszuwerten und an unseren Fehlern zu arbeiten“, so Steinbrecher. Wenn es Mitte September erneut gegen Wusterwitz geht, will Steinbrecher gewappnet sein. „Jetzt waren wir noch nicht so weit, da wir in der Vergangenheit noch nicht viel mit dem Ball gearbeitet haben. In zwei Wochen werden wir sehen, ob sich unser Training bis dahin ausgezahlt hat. Nun werden wir uns intensiver auf Torabschlüsse und Überzahlspiel konzentrieren. Und weiterhin am Tempo arbeiten“, so Steinbrecher zur aktuellen Trainingsagenda. Dass er im ersten Vorbereitungsspiel keinen Sieg einfahren konnte, war für ihn eher zweitrangig. „Lieber verliere ich in der Vorbereitung und gewinne die Liga- spiele als anders herum“, hob der Coach hervor.