Büren/Burg l Vorausgegangen war der Prüfung in Nordrhein-Westfalen nicht nur eine lange Vorbereitungs- und Wartezeit beim Judo-Club Burg - allein die Wartezeit beträgt beim dritten Dan (Meister) vier Jahre -, sondern auch eine intensive und an die körperlichen Grenzen gehende Schulungswoche auf der Wewelsburg in Büren. So begann die siebentägige Trainingswoche um 9 Uhr in der Früh und endete gegen 21 Uhr abends; dazwischen lagen neun Stunden hartes Training ohne große Unterbrechungen.

Hohe psychische Belastung

Die Prüfung erfolgte im direkten Anschluss an den Dan-Lehrgang am nächsten Tag und dauerte rund fünf Stunden. In diesem Zeitraum war volle Konzentration gefragt. Gleich zu Beginn der Dan-Prüfung stand eine große Hürde bevor: die Kata – eine festgelegte Demonstration der Basis-Prinzipien im Judo. Diese überwand Lars Wegner mit Bravour und stellte sich zugleich noch drei anderen Prüflingen als Wurfpartner, als sogenannter „Uke“ zur Verfügung.

Die psychische Belastung an die Teilnehmer ist bei der Kata nicht zu unterschätzen. Bei ihr steht gleich am Anfang der Prüfung alles auf dem „Spiel“. Raum für große Patzer gibt es nicht, denn eine Wiederholung ist ausgeschlossen.

Aber auch das Restprogramm wies einige Tücken auf. Der ein oder andere hatte an diesem Tag einen „Black Out“ und konnte sich an das so mühsam vorbereitete Programm nur schwer oder, noch schlimmer, gar nicht mehr erinnern. Nicht so bei Lars Wegner. Der Burger Judoka lieferte perfekt ab. Dabei kam ihm zu Gute, dass er in Dachau (Bayern) beruflich seine eigene Budoschule leitet.

Neuer Meilenstein für JCB

So konnte er routiniert das täglich bei seinen Schülern angewandte Wissen auch den Prüfern des nordrhein-westfälischen Dan-Kollegiums näherbringen. Neben den Athleten Martin Lübke und Ingo Wiese ist Lars Wegner nun der dritte Judoka des Judo-Club Burg, der aktuell auf derart hohem Niveau eine Dan-Graduierung aufweisen kann, was für den Verein und seine Spitzenstellung im lokalen Judosport spricht.