Jerichower Land l  Bei der großen Ehrengala am Sonnabend, 17. November, dürfte es also „kuschlig“ werden, wenn Sachsen-Anhalts Lauffamilie zusammenkommt. Die letzten Urkunden waren noch nicht vergeben, ein paar der blauen Teilnehmer-T-Shirts lagen noch auf dem Stapel, als der Novo Nordisk-Landescup 2017 mit einem Versprechen endete: „Wir wollen die Läufer noch ein bisschen mehr kitzeln“, lautete die Botschaft. Nach Jahren der Stagnation wollte sich beim Leichtathletik-Verband Sachsen-Anhalt (LVSA) niemand auf der Zahl von 121 Qualifizierten und damit einem erheblichen Aufschwung ausruhen. Knapp ein Jahr später lässt sich festhalten: Versprechen eingelöst. „Nach der Vervierfachung der Zahl zum Jahr 2016 hat sie sich nun noch einmal fast verdoppelt. Mit 224 Qualifizierten haben wir das beste Landescup-Ergebnis seit 13 Jahren eingefahren“, erklärt Andreas Broska, LVSA-Laufwart und Vizepräsident Breitensport, stolz.

Das Rezept dafür: kleine, aber sinnvolle Änderungen. Die Auswahl der zwölf Wertungsläufe hat sich als goldrichtig erwiesen. Vor allem aber der überarbeitete Mannschaftswettbewerb hat für regen Zuspruch der Vereine gesorgt. „Auch als kleiner Verein lässt sich die Wertung mit starken Ergebnissen aufmischen.“ Im Vorjahr bereits als Neueinsteiger eine echte Überraschung, hat sich der SV Angern diesmal mit großem Vorsprung vor dem HSV Medizin Magdeburg den Wanderpokal gesichert. Die LG Roland Haldensleben komplettiert das Podest.

Ihnen sowie natürlich auch allen qualifizierten Einzelstartern in den Altersklassen soll auch in diesem Jahr die entsprechende Würdigung zuteil werden. Am Sonnabend, 17. November, steigt erneut im Barbyer Gasthof „Rautenkranz“ die große Ehrungsveranstaltung (siehe Infotext). Und die Planung des Abends sorgt im Verband für ein schönes Dilemma. Erstmals musste sogar ein Limit von 200 Gästen gesetzt werden. Denn obwohl der große Saal Platz für weitere 60 Besucher bietet, „ist es ja keine Veranstaltung, wo nur müde herumgesessen wird. Es wird wie im Vorjahr ein Showprogramm sowie Büffet geben und zu späterer Stunde darf auch gern wieder getanzt werden. Wir müssen zwar penibel auf den Zeitplan achten und stehen vor einer logistischen Herausforderung, aber das ist auf der anderen Seite auch großartig, denn es spricht für den Cup.“

Dieser hat sich also in den beiden vergangenen Jahren wieder einen guten Ruf unter Sachsen-Anhalts Läufern erarbeitet. Und damit es so bleibt, laufen bereits die Planungen für die 2019er Auflage. Die Termine stehen soweit fest. Im Januar sitzt die Fachkommission Lauf im LVSA zudem mit den Vereinen, die bereits Wertungsläufe ausrichten, beziehungsweise daran interessiert sind, zusammen, um über weitere Verbesserungen zu beratschlagen. „Wir haben die 200er-Marke immer ein wenig als Schallmauer gesehen. Jetzt wartet eben bei 300 die nächste“, erklärt Broska. Das Versprechen, sich nicht auf guten Ergebnissen auszuruhen, dürfte damit erneuert sein.