Loburg l Mit der Eröffnung des Sportlerheims Loburg in den 70er Jahren wurde das soziale Leben in Loburg neu geprägt. Mitgliederzahlen stiegen und die sportlichen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Meisterschaften wurden beim Fußball sowie im Kegelsport gefeiert und der Verein wurde zu einer wichtigen Institution in Loburg. Es gab nur ein Problem, am Gelände und Gebäude wurde nur wenig bis gar nichts in den vergangenen 40 Jahren investiert, beziehungsweise modernisiert. Dies hat sich nun geändert und bringt den Sportverein aus Loburg weiter nach vorn.

Neue Vereinsführung, neue Ziele

Unter der neuen Vereinsführung um Matthias Werner wurde die Modernisierung des Sportlerheims vor einigen Jahren groß geschrieben. Mit den „Loburger Sommertagen“ wurden etwa Gelder für einen neuen Trainingsplatz und eine Flutlichtanlage für den Bereich Fußball generiert. Weiter ging es mit zahllosen Anträgen auf Förderungen bei Bund und Ländern für die Komplettierung der Flutlichtanlage sowie der Errichtung der neuen Kegelbahn im Sportlerheim. Doch damit nicht genug, auch Sponsoren wurden auf die Investitionen aufmerksam und unterstützen die Loburger finanziell bei ihren Vorhaben. So wurden zum Beispiel mit Lotto Sachsen-Anhalt, der Stadt Möckern sowie dem Land Sachsen-Anhalt verlässliche und starke Partner gefunden.

Damit die Kosten überschaubar blieben, beteiligten sich viele Vereinsmitglieder in unzähligen Stunden an den Projekten und halfen, wo sie nur konnten. Positiver Nebeneffekt: Das Vereinsleben und das Gefühl der Zugehörigkeit der einzelnen Mitglieder wurden vertieft und bekräftigt.

Bilder

Nach fünf Jahren stehen den Vereinsmitgliedern jetzt eine moderne Kegelbahn sowie ein sehr guter Sportplatz zur Verfügung. Hier sticht vor allem die neue Kegelbahn hervor. Mit Wettbewerben, wie den Pokalfinalspielen oder Einzelmeisterschaften, würdigt der Keglerverband Anhalt-Bitterfeld die geleistete Arbeit der Kegler und verschafft Loburg einen Namen im Kegelsport über die Stadtgrenzen hinweg.

Neues Image und sportliche Erfolge

Neben dem neuen Image können auch sportliche Erfolge gezeigt werden, wurden doch mit Felix Gericke und Jonas Schön jüngst zwei Jugendkegler aus Loburg Kreismeister im Bereich U 14 und U 18. Doch ein Problem gab es noch und wurde von vielen Gästen, aber auch Vereinsmitgliedern, immer wieder bemängelt – die sanitären Anlagen sowie die Kabinensituation im Sportlerheim. Es kam, wie es kommen musste: Der Kabinen- und Sozialtrakt musste von Grund auf saniert werden.

Nachdem es vermehrt zu Beschwerden durch Gastmannschaften und auch Verantwortlichen in den entscheidenden Fachabteilungen der Verbände kam, stand fest, dass hier ein weiteres Projekt bevorsteht.

Im vergangenen Jahr war es dann soweit. Unter der Leitung von Vorstandsmitglied Steven Burchard, von Beruf Bauingenieur, wurde gemessen, geplant und gearbeitet. Auch bei dem aktuellen Projekt konnte sich Blau-Weiß mit Sponsoren, Fördermitteln und viel Engagement glücklich schätzen.

Verein legt Wert auf Regionalität

So gab es eine stattliche Förderung vom Land Sachsen-Anhalt mit 118 000 Euro und der Stadt Möckern mit 36 000 Euro. Damit nicht genug wurde von Lotto Sachsen-Anhalt das Budget um weitere 31 000 Euro erhöht. Finanziell konnte der Verein selbst 36 000 Euro zum Bauprojekt beitragen. Insgesamt stand somit eine Investitionssumme von über 220 000 Euro im Raum.

Bei der Vergabe der einzelnen Bauaufträge legte der Verein großen Wert auf regionale Firmen. So wurden sieben Unternehmen gefunden, welche die Sanierung durchführten. Der Verein dankte allen beteiligten Firmen für das gezeigte Engagement.

Bei diesem Bauprojekt wurde der gesamte Sozial- und Kabinentrakt kernsaniert. Es blieb kein Stein auf dem anderen. Neue Kabinen, welche nun über jeweils zentrale Zugänge zu eigenen Dusch- und WC-Bereichen verfügen, standen an erster Stelle. Weiter gibt es nun eine separate WC-Anbindung für Zuschauer und Gäste des Sportvereins. Die Anzahl der vorhandenen Kabinen wurde hierbei nicht verringert.

Kosten senken mit moderner Technik

Eine neue Heizungsanlage mit moderner Technik, neue Belichtungsanlagen und zeitbegrenzte Duscharmaturen sorgen ab sofort für geringere Betriebskosten des Sportkomplexes. Rund 20 Prozent an Energie und CO2 können nun mit der modernen Technik eingespart werden.

Die Sanierung war für die Blau-Weißen aus Loburg das bisher größte Projekt der Vereinsgeschichte. So wurden beispielsweise rund 600 m Installationskabel sowie 400 m Wasser-, Abwasser- und Heizungsrohre verlegt.

Mit aktuell rund 130 Mitgliedern zählt der SV Blau-Weiß Loburg zu einem der größten Vereine der Stadt. Fußball, Kegeln, Volleyball sowie Freizeitsport wird angeboten und dies aktuell auch sehr erfolgreich.

130 Mitglieder in vier Abteilungen

Mit drei Mannschaften ist die Kegelabteilung am stärksten im aktiven Spielbetrieb vertreten. Neben einer Senioren- gibt es zwei Herrenmannschaften, welche in der Kreisober- sowie Landesliga erfolgreich die Farben der Blau-Weißen vertreten. In der vergangenen Saison konnte man zudem in der Verbandsliga seine Fußstapfen hinterlassen. Der Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse des Landes ist eines der Kernziele der Blau-Weißen.

Doch damit nicht genug. Im Bereich Jugendarbeit sprechen hierbei immer mehr Erfolge für sich. Mit der Erfahrung der gestandenen Kegler wird der Jugend der Kegelsport nahe gebracht und das sehr erfolgreich. Mit aktuell gleich zwei Kreismeistern in der U14 und U18 sowie mit Jonas Schön einem Vertreter in der Jugendlandesauswahl des Landes Sachsen-Anhalt spricht die Jugendarbeit für sich und verspricht eine erfolgreiche Zukunft der Kegler.

Blick in die Zukunft

Der Bereich Fußball entwickelt sich aktuell, nach Jahren der „Stagnation“, wieder in die positive Richtung. Im Herrenbereich ist Loburg aktuell in der Kreisliga des Jerichower Landes vertreten und will kurzfristig gesehen in der Kreisoberliga mitmischen. Mit einer weiteren Mannschaft im Altherrenbereich und einer neuen F-Juniorenmannschaft wird die Abteilung Fußball komplettiert.

Neben neuen Trainern im Herren- und Jugendbereich können die Fußballer weiter mit modernen Trainingsmaterialien ihr Können am Ball verbessern und erlernen. Durch die Flutlichtanlage und den neu errichteten Trainingsplatz am Sportlerheim ist man zudem unabhängiger von Wetter- und Lichtverhältnissen. Somit können Spiele auch am Abend ausgetragen werden. Diese stellen nicht nur für Spieler und Trainer ein Highlight dar, sondern erfreuen sich auch großer Beliebtheit bei den Zuschauern und sollen zukünftig auch vermehrt nicht nur bei den Altherren stattfinden.

Aber auch in anderen sportlichen Bereichen ist der Verein vertreten. So wird neben Volleyball und Freizeitsport, wie Walking und Joggen, seit neuestem auch eine Tanzgruppe angeboten. Unter der Leitung von Tina Müller wird jeden Donnerstag in der Turnhalle der Grundschule Loburg getanzt. Wer jetzt an den Walzer denkt, liegt hier aber falsch, denn mit modernen Beats und Bässen wird hier Hip-Hop groß geschrieben. Es ist also viel los bei den Blau-Weißen in Loburg und das Angebot nimmt auch aktuell immer weiter zu.

Im 21. Jahrhundert angekommen

Neben den vielen baulichen Projekten und Modernisierungen ist der Verein zudem auch aus technischer Sicht im 21. Jahrhundert angekommen und das nicht nur mit einem Internetanschluss im Vereinsheim.

Neben einer neuen Vereins-Homepage sind die Loburger auch auf den aktuellen sozialen Plattformen wie Facebook und Instagram mit aktuellen Berichten und Informationen rund um den Verein vertreten und erreichen so hunderte Menschen im Umfeld. Komplettiert wird das Angebot seit gut einem Jahr mit Videos über das Vereinsleben auf dem eigenen YouTube-Kanal sowie Highlight-Videos aller Spiele der Fußballherren über YouSport und fupa.tv.

Der Verein nutzt die Kanäle aber nicht nur zur Publikation von Beiträgen, sondern auch zur immer wichtiger werdenden Kommunikation mit Mitgliedern, Interessierten und allen, die mit dem Verein in Kontakt treten wollen. Das Interesse am „kleinen Verein von nebenan“ ist aktuell groß wie nie und das will der Verein nutzen, um in der Region bekannt zu bleiben und so den einen oder anderen Mitmenschen auch für den Verein zu gewinnen.