Biederitz/Güsen l (ihe/ahf) Doch neben dem Derbycharakter hat das Duell zwischen dem Dritten und Sechsten der Liga noch eine andere Bedeutung. Der Blick auf die Tabelle lässt bereits erahnen, dass wohl nur der Sieger dieser Begegnung auch in den kommenden Wochen auf Schlagdistanz zu den beiden Spitzenmannschaften aus Schönebeck und Westeregeln bleibt. Sowohl Lok als auch Wacker haben an diesem Wochenende mit dem HV Lok Stendal und dem LSV 90 Klein Oschersleben durchaus lösbare Heimaufgaben vor sich und könnten ihren Vorsprung von aktuell zwei Punkten weiter ausbauen.

Zwar kamen die Biederitzer in den letzten Partien so richtig auf Touren, doch einen wirklichen Beweis ihres Könnens mussten sie bis dato schuldig bleiben. Die bespielten Kontrahenten Ilsenburg, Stendal und Borne taugten nicht wirklich als Gradmesser. „Güsen ist natürlich eine andere Hausnummer und wird uns alles abverlangen“, ist sich deshalb auch der Biederitzer Trainer Enrico Sonntag um die Schwere der anstehenden Aufgabe bewusst.

Zu Hause hui, auswärts pfui

Auf der anderen Seite dürfte Gästecoach Thomas Lepper bemüht sein, den Leistungsunterschied zwischen Heim- und Auswärtsspielen etwas ausgeglichener zu gestalten. Während der GHC seine vier Heimspiele durchweg siegreich gestaltete, entsprangen den vier Gastspielen lediglich zwei magere Pünktchen beim 36:23-Erfolg gegen den Aufsteiger aus Stendal. Nach dem 31:28-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den Glinder HV „Eintracht“ attestierte Lepper seiner Truppe eine geschlossene Mannschaftsleistung, welche ihr in ihrer „Festung“ den vierten Erfolg in Serie bescherte.

Vielleicht hilft es den Haßbargen und Co. ja, wenn ein paar Anhänger für Heimatmosphäre sorgen. Ansonsten dürften sich die Güsener in der Außenseiterrolle aber sicherlich auch gefallen, zumal der GHC noch eine Rechnung offen hat. In der vergangenen Spielzeit entschied der SV Eiche schließlich beide Begegnungen (29:26 zu Hause und 29:23 in Güsen) zu seinen Gunsten.