Güsen l Zwar entschieden die Güsener ihr letztes  Heimspiel in diesem Jahr zu ihren Gunsten, doch sah Trainer Thomas Lepper bei seinem Team auch gegen den FSV Magdeburg noch Luft nach oben. Die Gastgeber waren einmal mehr zu abhängig von den Treffern aus dem Rückraum.

Mit zwölf Toren war Christian Haßbargen auch diesmal wieder erfolgreichster Werfer und damit auch „Lebensversicherung“ seines Teams. Doch läuft es bei dem Rückraum-Shooter mal nicht rund, fehlen den Güsenern die Alternativen. „Wir wollten eigentlich etwas experimentieren. Es nützt uns ja nichts, wenn wir viele Außen haben, aber niemanden, der auch im Rückraum mal aushelfen kann.“ Die Gäste aus der Landeshauptstadt, die mit nur sechs Pluspunkten anreisten, schienen dafür der richtige Gegner zu sein. Doch die Partie entwickelte sich nicht wie von Lepper erhofft.

Ladehemmung ärgert Lepper

Zwar gingen die Gastgeber von Beginn an in Führung und gaben eindeutig den Takt vor, doch mehr als ein Vier-Tore-Vorsprung konnte sich die GHC-Sieben nicht erarbeiten. Der fünfte Heimsieg schien am Sonnabend nie gefährdet, aber Lepper hätte es lieber gesehen, wenn sein Team deutlicher in Front gelegen hätte: „Die Abwehr stand heute gut, der Sieg hätte eigentlich höher ausfallen müssen, aber wir waren phasenweise zu unkonzentriert im Abschluss.“ Ein Fakt, der nicht das erste Mal Anlass zur Kritik bot.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber wieder vor, setzten sich vom 15:11 zur Pause weiter über 20:15 bishin zum 22:16 vom FSV ab. „Da hätten wir eigentlich den Sack zumachen müssen“, haderte der Güsener, denn es folgten zehn Minuten seiner Mannschaft, die den Trainer zur Weißglut trieben. „Wir hatten absolute Ladehemmungen, haben viele Bälle einfach vertendelt.“

Erst eine Auszeit brachte den GHC wieder auf Kurs, doch das geplante Experiment für die Rückraumpositionen verkniff sich Lepper lieber, um den 26:21:Erfolg nicht doch noch zu gefährden. „Am Ende müssen wir mit dem Ergebnis natürlich zufrieden sein, aber es war heute sicherlich mehr drin, wenn wir uns nicht zwischen der 40. und 50. Minute eine Auszeit genommen hätten.“

Das letzte Pflichtspiel des Jahres haben die Güsener jetzt absolviert, am 9. Januar geht es für die Christian Haßbargen und Co. dann zur SG Lok Schönebeck. Bis dahin hat Lepper nun Zeit, im Training noch an der Flexibilität im Positionsspiel seiner Mannschaft zu arbeiten.

Güsen: Bretschneider – K. Haßbargen (3), Schirmeister (1), Schulz, Prause (1), Großenick, K. Lepper (2), Chr. Haßbargen (12), Seydack, R. Klewe (1), Heitzmann (3), Gerlach (1), Titsch (1)
Siebenmeter: GHC 4/4 – 6/7 FSV; Zeitstrafen: GHC 7 – 5 FSV