Jerichow l Zugegeben die 6:16-Niederlage des SV Lok Jerichow gegen Liria Berlin sieht deutlich aus, doch eigentlich machten die Gastgeber in der Partie der Pelada-Regionalliga im Futsal eine durchaus gute Figur gegen den Spitzenreiter.

Dabei war die zweite Partie im Jerichower Land gegen das Hauptstadtteam so gar nicht unbedingt geplant. „Zu dieser Jahreszeit in Berlin eine Halle zu bekommen, ist wohl unmöglich und deshalb haben wir unsere für das Rückspiel zur Verfügung gestellt“, bringt Lok-Trainer Sven Lange Licht ins Dunkel. Nach der 5:13-Niederlage Ende des Jahres in Parey, folgte nun also das Rückspiel in Jerichow. Der Ausgang war zwar gleich, aber „wir waren zufrieden. Klar haben wir viele Gegentreffer bekommen, aber Futsal ist ein schneller Sport, bei dem man, wenn man sich drei Minuten nicht konzentriert, eben mehr als ein Gegentor kassiert.“ Dennoch sieht der Trainer auch deutliche Fortschritte: „Wir können durchaus mithalten, aber wir müssen unsere Fehlerzahl noch minimieren.“

Dass die Mannschaft aus Jerichow aber auf einem guten Weg ist, zeigt die Nominierung von vier Spielern des RV Lok für die Landesauswahl, die in den nächsten vier Tagen ein Vergleichsturnier in Düsseldorf bestreitet. Dort werden sich dann die Auswahlteams der Bundesländer und eine französische Gastmannschaft miteinander messen. Zugleich ist der Wettbewerb ein Sichtungsturnier des Deutschen Fußballbundes, der beabsichtigt, eine Futsal-Nationalmannschaft aufzubauen. Sven Lange kann das nur begrüßen, „denn ich denke, Futsal ist eine sehr gute Alternative zum Hallenfußball.“

Für Maximilian Lange, Tim Rähse, Marc Rückert und Norman Stärke hat sich die „Umschulung“ jedenfalls gelohnt und vielleicht ruft ja bald die Nationalelf.