Förderstedt/Heyrothsberge l Der SV Union Heyrothsberge hat sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga eindrucksvoll zurückgemeldet: Im ausgewiesenen „Sechs-Punkte-Spiel“ beim SV Förderstedt gelang ein 3:1 (2:0)-Erfolg, durch den beide Teams die Plätze tauschten und die Unioner nun folglich wieder oberhalb der Abstiegszone stehen. Wie so oft hatten die Förderstedter auch dieses Mal gegen einen der direkten Kontrahenten ihre Probleme. Bereits eine Woche zuvor unterlagen sie Saxonia Tangermünde (16.) mit 1:4. Auch das Hinspiel in Heyrothsberge verlief für den SVF alles andere als optimal. Mit einer heftigen 1:7-Klatsche fuhren sie damals nach Hause.

In der aktuellen Begegnung ließen die Heyrothsberger „wenig zu“, wie Co-Trainer und Spieler Mathias Schumburg zufrieden feststellte. Bereits in den ersten Minuten kamen die Gäste dem Gehäuse der Förderstedter gefährlich nahe. Doch die Hausherren schenkten nichts her. Allerdings waren sie zusätzlich etwas vom Pech gebeutelt. Der erste Rückschlag ereignete sich nach einer Viertelstunde Spielzeit. Steven Albrecht passte auf Angreifer Markus Janich, der den Ball zwar in das gegnerische Tor köpfte, doch gegeben wurde der Treffer aufgrund einer vermeintlichen Abseits- situation nicht.

SVF-Trainer Jens Liensdorf haderte aber nicht nur mit dieser Entscheidung, sondern auch mit einigen weiteren der Schiedsrichter. Aber: „Wir haben ganz einfach unsere Chancen nicht genutzt“, musste auch der am Saisonende scheidende SVF-Coach zugeben. Zwei Latten- und ein Pfostentreffer, wie beispielsweise durch Martin Stille (25.) im weiteren Verlauf, befeuerten das Selbstbewusstsein nicht unbedingt.

Das erste Tor des Tages ging so schließlich auf das Konto von Mike Pinno (19.). Im Zweikampf mit Maik Teutloff setzte sich der Union-Stürmer, der erstmalig nach seiner Kreuzbandverletzung die vollen 90 Minuten auf dem Feld stand, durch und brachte den Ball aus halblinker Position diagonal im Tor unter.

Mehr noch: Die Gäste konnten in der letzten Minute der ersten Halbzeit ihre Führung ausbauen. Einen Strafstoß nach Foul im Strafraum wehrte Förderstedts Keeper Daniel Päpcke zwar vorerst ab, doch im Nachschuss behielt Martin Henschel die Nerven – 2:0 (45.).

Nach Wiederanpfiff „wollte Förderstedt noch mal etwas bewegen“, so Schumburg. Der 1:2-Anschluss (60.) folgte dann auch durch Markus Janich. Ein Freistoß aus 20 Metern Entfernung seknte sich sehenswert ins Tor. Als „schwer zu halten“ bezeichnete der Heyrothsberger Co-Trainer den Treffer. „Es war ein knappes Spiel. Aber nach unserem dritten Tor hatten nur noch wir Chancen.“ Tim Rieche lief einen Konter erfolgreich zu Ende und erhöhte zum 3:1-Endstand (78.).

Die Spieler „haben viel investiert“, fasste Liensdorf zusammen. Dennoch wird die Niederlage im Kellerduell auch psychologisch nachhallen. Und Heyrothsberge? „Wir sind mit Personalproblemen losgefahren. Aber es lief ja dann doch besser als gedacht.“
Förderstedt: Päpcke – Liensdorf, Teutloff, Fischer, Markus Janich, Dübecke, Stille (84. Stockmann), Loch, Buschke (56. Isa), Albrecht, Marco Janich
Heyrothsberge: Biegelmeier – C. Kloska, Rieche, Henschel, Thormeier, Pinno, M. Kloska (68. Schwertfeger), Nazare Vaz, C. Schumburg, Hofestädt, Groth (90.+4 M. Schumburg)
Tore: 0:1 Mike Pinno (19.), 0:2 Martin Henschel (45.), 1:2 Markus Janich (60.), 1:3 Tim Rieche (78.); SR: Tim Heyer (Germania Halberstadt), Steffen Erhardt, Thomas Ratschat, ZS: 58