Magdeburg/Güsen l Die Landesklassen-Fußballer von Germania Güsen überwintert auf Rang zehn. Mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage kehrte die Elf um Kapitän Robert Schüßler vom Nachholspiel bei Fortuna Magdeburg II zurück und verpasste damit den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz.

Ein hochklassiges Spiel entwickelte sich am Sonnabend nicht auf dem Fortuna-Kunstrasen. Die Gäste hatten in der Anfangsviertelstunde alle Hände voll zu tun, die Offensivabteilung der Hausherren in den Griff zu bekommen. Dass es nur Nico Spieler nach sechs Minuten schaffte, den Ball über die Linie zu bekommen, war angesichts der zahlreichen Möglichkeiten der Fortuna-Reserve schon bemerkenswert.

Immerhin fingen sich die Güsener und fanden nun besser in die Partie. Auch weil die Landeshauptstädter angesichts ihrer Chancenverwertung gefrustet wirkten und der Ton in der Mannschaft des Drittplatzierten rauer wurde. Allerdings sprang bei den Bemühungen der Gäste kaum Zählbares heraus. Einzige nennenswerte Chance in Hälfte eins war die Möglichkeit für Josef Bonitz nach etwa 25 Minuten. Der torgefährlichste Güsener verpasste eine Hereingabe aber knapp.

Wieder war es Spieler, der kurz nach der Pause auf 2:0 für die Magdeburger erhöhte (56.). Toni Lamprecht schlug über den Ball, der daraufhin genau vor den Füßen vom völlig freistehenden Fortuna-Stürmer landete, der direkt abzog und mit seinem schwächeren linken Fuß traf. Allerdings fiel dieser Treffer aus dem Nichts, Torraumszenen waren in Hälfte zwei Mangelware. Die Güsener waren zwar sehr bemüht noch zum Anschluss zu kommen, ihnen fehlte aber wie in den zurückliegenden Partien der zwingende Abschluss. „Wir wollen vor dem Tor zu viel klein-klein spielen, statt einfach mal draufzuhalten“, kritisierte auch Teamleiter Mathias Tesch.

So musste für den einzigen Treffer der Germania auch ein Standard herhalten. Eine Ecke von Sebastian Huth köpfte Torsten Linnecke aufs Tor, der Ball konnte aber von einem Magdeburger noch auf der Linie geklärt werden. Doch die Güsener Nummer elf setzte nach und versenkte das Spielgerät im zweiten Versuch im Netz (81.).

Der Anschlusstreffer ließ die Gäste zwar noch einmal hoffen, doch wieder wurde überdeutlich, dass es momentan an der Geradlinigkeit vor dem Tor fehlt. Wirklich gefordert wurde der Magdeburger Keeper Andreas Heinrich in den verbliebenen Minuten der Begegnung nicht mehr.

„Wir haben leider zweimal nicht richtig aufgepasst und einfach zu wenige Offensivaktionen kreeirt, um hier ein Remis zu erreichen. Dabei haben wir uns von den frühen Gegentreffern eigentlich gut erholt. Vielleicht fehlt uns da momentan auch einfach die Cleverness. Aber wenn man nicht aufs Tor schießt, kann man auch nicht treffen und wir haben heute wieder nicht viele Abschlüsse für die Schussstatistik vorzuweisen“, resümierte Tesch nach Abpfiff.

Fortuna II: A. Heinrich - Rupprecht, Strietz (46. Wöge), Th. Heinrich, Franzelius, Döring, Städtke (46. Schmidt), Speike, Einecke, Spieler, Fleischmann (70. Schulz)
Güsen: Dietert - T. Lamprecht, Schüßler (58. Maeße), Huth, Pohl, F. Golz, Vormeister, Bonitz (77. Günther), Linnecke, E. Kopp, Buchheim
Tore: 1:0, 2:0 Nico Spieler (6., 53.), 2:1 Torsten Linnecke (81.); SR: Heinz Schwarzlose (Rogätz), Heiko Schulze, Jonas Böttger; ZS: 5