Gommern l Vier Gelegenheiten bieten sich dem SV Eintracht Gommern in diesem Jahr noch, um die Abstiegsränge in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga zu verlassen. Die erste am heutigen Sonnabend (17 Uhr, Sporthalle am Europagymnasium) hat es mit dem BSV 93 Magdeburg aber fraglos in sich.

Dabei bieten die Landeshauptstädter in fremden Hallen reichlich Angriffsfläche. Insbesondere die ungenügende Quote im Abschluss war zuletzt ausschlaggebend für die Niederlagen bei Aufsteiger USV Halle II (26:32) und in Spergau (29:32). Demgegenüber steht jedoch eine 8:2-Punktebilanz in der heimischen Sporthalle am Albert-Einstein-Gymnasium. Weil nicht zuletzt vor einer Woche mit dem SV Langenweddingen eines der Liga-Schwergewichte mit 25:27 in Olvenstedt unterlag, „geht der BSV sicher mit viel Selbstvertrauen in die Partie gegen uns“, glaubt auch Eintracht-Trainer Dirk Heinrichs.

Doch aus der Rolle des Außenseiters heraus hat seine Sieben bereits in der vergangenen Saison ihre wohl stärksten Auftritte hingelegt. Dass die Gommeraner inzwischen mit einem Auge auch auf das Fernduell mit der SG Seehausen, die im ungünstigsten Fall bereits am Wochenende die Rote Laterne weiterreichen könnte, blicken müssen, ist eng mit der eigenen personellen Misere verknüpft. „Bislang konnten wir noch nicht einmal das abrufen, was wir uns in der Saisonvorbereitung erarbeitet haben. Eine volle Bank hatten wir in dieser Spielzeit noch nicht, dazu kommen immer wieder Rückschläge bei der Trainingsarbeit unter der Woche.“

Prokopp wird operiert

Das jüngste Kapitel hat in dieser schier endlosen Geschichte Maurice Prokop geschrieben, der sich bei einer Trainingseinheit einen Finger brach. Im Fall von Gordon Kaffenberger, den zuletzt hartnäckige Schulterprobleme zum Zuschauen zwangen, haben sich zudem die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Heinrichs: „Er wird am kommenden Dienstag operiert und kehrt frühestens zur zweiten Halbserie zurück.“ Fragezeichen stehen zudem hinter den Einsätzen von Philipp Eckhardt (Trainingsrückstand) und Torhüter Julian Hartung (Achillessehnenreizung).

Die neuerlichen Hiobsbotschaften lassen die Gommeraner jedoch keinesfalls resignieren. Vielmehr hat der SVE eine Stehaufmännchen-Mentalität entwickelt, die er mit Unterstützung seiner Fans auch gegen den BSV auf das Parkett bringen will: „Es wird schwer, doch wir gehen mit der festen Absicht ins Spiel, Zählbares bei uns zu behalten.“