Burg l Mit aktuell elf gemeldeten Mannschaften ist das Limit der Regionalliga Nordost noch nicht erreicht. Laut Daniela Raßmann, Staffelleiterin der Männer, können bis zu 14 Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. „Mit Blick auf die 2. Bundesliga gilt dabei Aufstieg vor Abstieg. So ist der Aufstieg der Landesverbände in jedem Fall abgesichert, der Abstieg aus der 2. Bundesliga jedoch nicht.“ Der Abgabetermin der Spielrechtanträge ist auf den heutigen Freitag terminiert. „Erst dann wird die tatsächliche Staffelbesetzung feststehen“, fügt Raßmann hinzu und beseitigt damit dennoch die letzten verbliebenen Zweifel am Aufstieg des Burger VC 99.

So wird die kommende Saison, die voraussichtlich Mitte September beginnen wird, mit 13 möglichen Spieltagen eine äußerst lange – eben auch, weil nun deutlich weitere Strecken zu den Auswärtsspielen hinzukommen. Bis dahin hat der Vize-Landesmeister aus Burg noch ausreichend Zeit, um den Kader breiter aufzustellen. Erste Vollzugsmeldungen gab es jedoch bereits in dieser Woche. So sind mit Marco Braun und Max Groß bisher zwei Neuzugänge zu verzeichnen, die baldmöglich am Training teilnehmen sollen. Wie Außenangreifer Christian Fink gehört auch Braun zu den Spielern der Polizeiauswahl Sachsen-Anhalt und nahm im April 2019 an den Deutschen Polizei Meisterschaften in Hamburg teil.

Vielversprechende Neuzugänge

Mit Groß angelte sich der BVC 99 einen talentierten Perspektivspieler, der zuletzt für die WSG Reform Magdeburg aktiv war. Mit ihm könnte ein Ass hinzukommen, das bereits in der Saison 2019/2020 Erfahrungen in der Regionalliga gesammelt und dabei gar als MVP – dem wertvollsten Spieler seines Teams – geglänzt hat. Diese Wahl trifft stets der Coach der gegnerischen Mannschaft und die Ehre wurde dem 16-jährigen in der zurückliegenden Saison zweimal zuteil.

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Aufgrund des Rückzugs der WSG Reform aus der Regionalliga begab sich der Youngster auf die Suche nach einem neuen Verein, der ihm ausreichend Spielzeit gewähren kann – der Burger VC kann. Groß ist flexibel einsetzbar, sammelte in seiner Jugend Erfahrungen als Libero sowie Außen-Annahme und überzeugte im Diagonalangriff bei der WSG mit Talent und mutigen Angriffen. „Max ist ein sehr gutes Kaliber, der uns als Mannschaft tatkräftig unterstützen kann und ich freue mich auf unser erstes gemeinsames Probetraining“, zeigt sich BVC-Libero Carsten Graßhoff sehr erfreut über den talentvollen Nachwuchsspieler aus. Daneben gibt es auch in der zweiten Burger Mannschaft Kandidaten, die den Sprung ins Oberhaus schaffen könnten. „Da warten wir aber zunächst die weitere Entwicklung und vor allem die Kaderplanung ab.“

Gleichwohl äußert Graßhoff den Wunsch, „einen weiteren Trainer für uns zu gewinnen. Damit können wir unseren Spielercoach Christoph Grothe entlasten, der viel Zeit und Aufwand in die Mannschaft investiert und Unterstützung benötigen könnte.“ Die Kommunikation mit potentiellen Trainern belief sich bisher jedoch nur auf Vorgespräche, ein Treffen oder gar eine finale Entscheidung stehen weiterhin aus. Derzeit bleibt es also abzuwarten, wer den ambitionierten Aufsteiger in der Saison 2020/2021 an der Seitenlinie unterstützen wird.

Noch keine Fortschritte bei der Trainersuche

Bis dahin sind es weitere organisatorische Aufgaben, die auf der Agenda stehen. So ist unter anderem eine aufschlussreiche Homepage eine Anforderung der vierten Liga, die auch den Gästefans entsprechende Informationen zu Halle und Parkmöglichkeiten zur Verfügung stellt. „Daran arbeiten wir im Moment. Bianka Müller, unsere Fotografin, ist eine große Stütze, die zusätzlich viele Aufgaben übernimmt und dafür bin ich sehr dankbar“, lobt der Libero ihr eingebrachtes Engagement. „Darüber hinaus hoffen wir, dass uns Nicole Woska und Dennis Heinrich weiterhin unterstützen. Die beiden waren bisher im Schreiberamt neben dem Spielfeld tätig und durch den Aufstieg muss der Spielverlauf nun digital statt analog festgehalten werden. Wir wünschen uns, dass sie diesen Entwicklungsschritt mit uns gehen, wir sind quasi gemeinsam aufgestiegen.“

Dass abgesehen der Erfüllung zahlreicher Anforderungen ein Aufstieg ins Oberhaus nicht ohne Sponsoren funktionieren kann, ist gemeinhin bekannt. Aus diesem Grund hat sich der Burger Verein drei Sponsorenpakete überlegt, in dem sich auch alle bereits bestehenden Förderer wiederfinden. Mit dem Aufstieg sei es umso wichtiger, das vorhandene Potential zu nutzen und sportlich nachhaltige Partnerschaften zu erlangen. Aufgrund der großen Reichweite auf Social-Media-Kanälen wie Facebook oder der eigenen Homepage, Bandenwerbung und Pressewand in der Sporthalle sieht sich der BVC als geeigneter Partner für öffentlichkeitswirksame Außenwerbung. Und eine finanziell nachhaltige Positionierung aller Vereine, so beweist der Zeitgeist, ist nicht nur heute wichtiger denn je.