Saison-Kehraus in Oebisfelde: Mit einem deutlichen 28:19 (13:11)-Heimsieg über den LSV Ziegelheim haben sich am Sonnabend die Mitteldeutschen Oberliga-Handballer des SV Oebisfelde von ihrem Publikum verabschiedet.

Oebisfelde l Verabschiedet wurde am Sonnabend auch SVO-Trainer Markus Müller. Er hatte die Mannschaft nach dem überraschenden Rücktritt des langjährigen Übungsleiters Thomas Meinel kurzfristig übernommen. Ab der neuen Saison wird sich Müller wieder seiner B-Jugendmannschaft widmen. Ein neuer Trainer steht indes noch nicht fest. Einige Namen sind im Gespräch, unter anderem auch der des ehemaligen SVO-Akteurs Detlef Wehrmann. Spekuliert wird ebenfalls über den Weggang von einigen Akteuren. So soll der niedersächsische Nachbarverein MTV Vorsfelde, Tabellenführer in der Oberliga Niedersachsen und möglicher Aufsteiger in die dritte Liga, Interesse an den SVO-Männern Christian Herrmann und Lukas Götz bekundet haben.

Am Sonnabend spielte das jedoch noch keine Rolle. Mannschaft und Trainer waren auf das Spiel gegen die um den Klassenerhalt ringenden Ziegelheimer fokussiert. Allerdings war im ersten Abschnitt der Fokus noch nicht richtig scharf gestellt. Den Oebisfeldern fehlte es beim Abschluss beispielsweise noch an der nötigen Präzision. Folge: Beide Mannschaften lieferten sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe, aus dem die beiden Torhüter, Oebisfeldes Alexander Naumann und Ziegelheim-Keeper Philipp Zimmer, herausragten. Die Führungen wechselten ständig, ehe Alexander Vogel und Florian Seiler (2) die 13:11-Pausenführung für ihre SVO-Farben klar machten.

In Durchgang zwei ließen sich die Allerstädter dann nicht lange bitten. Sie hatten endlich, auch weil eine Spitze Ziegelheims gefährlichsten Akteur, Torjäger David Heinig, frühzeitig attackierte den richtigen Zugang zur Partie gefunden. Die Folgen waren für die Thüringer deprimierend. Mit fünf Toren in Folge zum 18:11 stellten Andreas Kalupke (2), Seiler, Vogel und Herrmann sieben Minuten nach Wiederanpfiff das Signal auf Sieg. Denn der LSV erholte sich von diesem Schlag nicht mehr. Der SVO konnte nun nach Belieben schalten und walten und dehnte seinen Vorsprung kontinuierlich, zeitweise auf elf Treffer (28:17/54.), aus. Hätte der SVO konsequent durchgezogen, wäre der verdient Sieg sogar noch höher ausgefallen.

SV Oebisfelde: Stefani, Naumann - Poplawski (3), Bischoff, Herrmann (7), Meichsner, Tietz, Thiele (4), Meinel, Vogel (2), Kalupke (3), Seiler (9/7), Götz.

Siebenmeter: 7/7;Zeitstrafen: 5.

LSV Ziegelheim: Zimmer, Püschel - D. Heinig (6), Zielke, A. Heinig (5), Kunz (2), Wunderlich, P. Jahn, M. Jahn (1), Biedermann (2), Raubold (2), Reusch (1).

Siebenmeter: 3/0;Zeitstrafen: 5.

Schiedsrichter: Oliver Niedter/Andreas Schüller (SG Nickelhütte Aue).

Vorkommnisse: SVO-Akteur Alexander Vogel sah in der 45. Minute nach einem Revanchefoul die Rote Karte.

Zuschauer: 350.

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