Basketball-Oberligist VfL Kalbe/Milde steht zu Beginn der kleinen Winterpause besser da als zunächst erwartet. Die Akteure um Spielertrainer Harald Lotsch belegen nach zwölf Partien den vierten Rang - ein Tabellenplatz, der für die Playoffs reichen würde.

Kalbe/Milde l Und damit konnte man im Saisonvorfeld nicht unbedingt rechnen. Schwierig waren sie nämlich, die Saisonplanungen. Zunächst musste nach dem Abgang von Nils Mühlisch ein neuer Übungsleiter gewonnen werden, und erschwerend kam hinzu, dass sich mit Alexander Herrmann auch ein "Big-Man" verabschiedete. Damit aber noch nicht genug. Klar war auch, dass Marcel Manthey (Studium) und Lukas Schwertner (Auslandsaufenthalt) gar nicht oder nur sporadisch zur Verfügung stehen würden. Bei Center Eric Lange klopfte dagegen die Bundeswehr an die Tür, so dass sich die Kalbenser "nur" den Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse des Landes auf die Fahnen geschrieben hatten - und selbst der stand bei diesen personellen Problemen noch in die Sternen.

Doch es kam alles ganz anders. René Maiwirth und Lars Leonhardt, der vielen noch aus früheren Beetzendorfer und Kalbenser Zeiten bekannt sein dürfte, waren unvorhersehbare Neuzugänge. Die beleben allerdings nicht nur den Kader der Mildestädter, sondern entwickelten sich sogar zu ganz wichtigen Stützen im Spiel des VfL. Während Leonhardt unter den Brettern wütet, glänzt Maiwirth vor allem durch seine aggressive Spielweise und hervorragende Defense.

Das alles beschützte die Altmärker nicht vor einer stets dünnen Bank. Viele Auswärtsspiele der Saison wurden mit sieben oder gar sechs Akteuren absolviert, dennoch stimmten die Ergebnisse. Zwar starteten die Kalbenser mit Niederlagen gegen den HSC 96, Justabs Halle und gegen die Sandersdorfer Reserve. Dem gegenüber stand nur ein Erfolg gegen Weißenfels. Danach fingen sich Mehlicke Co. aber, steigerten sich deutlich.

Eine kleine Siegesserie begann mit dem Erfolg gegen den BC Anhalt und wurde mit erfolgreichen Spielen gegen den BBC Halle und Niederndodeleben fortgesetzt. Es war also alles im grünen Bereich. Auch am letzten Hinrundenspieltag gegen den USV Halle behielten die Kalbenser die Oberhand.

Danach begann bereits die Rückrunde - und wie. Drei Spiele - drei Siege lautet die makellose Bilanz. Während Spitzenreiter HSC 96 nicht antrat und dafür eine Wertung kassierte, wurden danach zunächst Weißenfels und in der vergangenen Woche auch Justabs bezwungen. Lohn dafür ist das Überwintern auf einem Playoff-Platz, den der VfL auch in der Vorsaison belegte.

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