Potzehne l Der SV Grün-Weiß Potzehne muss die Augen wohl weiterhin nach unten richten. Die Westaltmärker verloren auf heimischem Geläuf nach einem doch sehr biederen Auftritt völlig zu Recht gegen den Osterburger FC mit 0:2 (0:1) und treten im Abstiegskampf auf der Stelle.

Osterburger FC ist Vierter

Anders die Osterburger, die mit mittlerweile 30 Punkten auf Platz vier kletterten und zumindest in der noch wegen der zahlreichen Nachholspiele „unbereinigten“ Tabelle oben mitmischen.

Die Biesestädter wurden auch von René Fleck betreut, der seinen Job an der Seitenlinie sehr ernst nahm und augenscheinlich auch gut verrichtete. Auf der anderen Seite sah man ebenfalls ein neues Gesicht im Trainerteam. Matthias Lippert dirigierte, motivierte und analysierte in den 90 Minuten hervorragend, doch die Potzehner Mannschaft erreichte er damit nicht.

Potzehne hat keinen Zugriff

Die lieferte wirklich einen saft- und kraftlosen Auftritt ab und hatte zu keiner Zeit Zugriff auf die Partie. Auch vor dem Tor blieben die Grün-Weißen an diesem Tag komplett blass, sieht man einmal von einem strammen Schuss von Maxi Reuter in der Anfangsphase des Matches ab. Den parierte aber Osterburgs Marc Brehmer mustergültig zur Ecke.

Zunächst war auch auf OFC-Seite Magerkost angesagt. Zwar hämmerte Melms einen Freistoß in Richtung Potzehner Kasten, doch auch hier konnte Keeper Bartsch klären.

Osterburger FC geht in Front

Nach gut einer halben Stunde machten es die Gäste aber besser. Nach Flanke von Müller ließ Romahn das Leder nur über den Scheitel rutschen und vollendete zum 0:1. Und ohnehin fiel Romahn in den gesamten 90 Minuten auf, war immer anspielbereit und bereitete auch indirekt den zweiten Treffer der Osterburger vor.

Der fiel aber erst in der zweiten Halbzeit. In Minute 68 ging Potzehnes André Schulze im 16er zu ungestüm zu Werke und brachte Romahn zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Melms im zweiten Versuch - den ersten pfiff der insgesamt unsichere Schiri Thomas Wissel zurück - sicher zum 2:0 für den OFC.

Kein Aufbäumen von Potzehne

Der war auch in der Folge dem 3:0 näher als die Potzehner, die sich nun mehr und mehr in Einzelaktionen und Meckereien verstrickten, dem möglichen Anschlusstreffer. An ein Aufbäumen war nicht zu denken, zu ideen- und kraftlos wirkten die Platzherren, die aber auf wichtige Stammkräfte verzichten mussten.

Torfolge: 0:1 Hendrik Romahn (28.), 0:2 Marius Melms (68./Foulelfmeter).