Letzlingen l Der FSV Heide Letzlingen hat in Sachen Abstiegskampf nicht nur einen Bigpoint gelandet, sondern auch eine Ansage an die restlichen Teams im Tabellenkeller abgelassen. Mit dem knappen 2:1 (0:0)-Heimerfolg gegen den SV Liesten 22 verließen die Gastgeber vorerst die Abstiegsränge.

Und die Ausgangsposition für die Stimbra-Elf in Sachen Klassenerhalt ist gar nicht so schlecht. Mittlerweile haben die Letzlinger 15 Punkte gesammelt - zwei mehr als der FSV Havelberg, der am Sonnabend immerhin ein 1:1 in Arneburg holte. Obendrein haben die Heide-Kicker noch zwei Spiele weniger absolviert, als der FSV.

Großchance für Heide Letzlingen

Anders sieht es beim SV Liesten aus, der mit der Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze verpasste. Die Schützlinge von Michael Piotrowski verbleiben bei ihren 29 Punkten und rangieren weiter auf Platz drei des Klassements.

Bilder

Und der Weg zur Tabellenführung war frei, denn die Partien der anderen beiden Spitzenteams, Salzwedel und Gardelegen, fielen aus.

SV Liesten tut sich schwer

Doch die Gäste taten sich von Beginn an schwer auf dem Letzlinger Kunstrasenplatz, neuerdings auch mit Sprecheranlage und Tormusik beschallt, versuchten es häufig mit langen Bällen und haderten auch (zu) oft mit dem Schiedsrichter. Hinzu kam, dass die Liestener vor dem Tor blass blieben. „Viel eingefallen ist ihnen da nicht“, stellte auch Letzlingens Aushilfskeeper Andreas Lenz nach Spielschluss fest.

Der sah aus knapp 90 Metern Entfernung auch gleich in Minute zwei die erste dicke Chance seiner Mannschaft. Christian Wernecke scheiterte aber aus Nahdistanz an SVL-Keeper Dawid Mateusz Szeczerbik. Kurze Zeit später verzog Wenecke erneut und traf das Leder nicht richtig.

Keine Tore zur Pause

Auf der anderen Seite forderten die Gäste Elfmeter, als Kordus mit Lenz zusammenrasselte (23.). In Minute 30 musste Lenz aber richtig eingreifen. Einen Schuss aus spitzem Winkel von Steven Beck parierte er gerade noch zur Ecke. So blieb es aber bis zur Pause beim torlosen 0:0.

In den zweiten 45 Minuten wurden die Liestener stärker und kamen mit den Bedingungen immer besser zurecht. Nach gut einer Stunde vertendelte Saluck das Leder im eigenen 16er, Bresch setzte nach und spitzelte es zur Mitte. René Mangrapp zog ab, doch Saluck selbst machte seinen Lapsus wieder gut und warf sich in den Schuss.

In Minute 66 fälschte Schlamann einen Ball so ab, dass er fast ins eigene Tor ging, doch es gab Ecke. Auch vier Minuten später waren es die Liestener und erneut Mangrapp, die das 1:0 hätten erzielen können, doch erneut war Lenz zur Stelle.

Letzlingen geht in Front

Die Gäste hatten das Match nun im Griff - aber Pustekuchen. Nach einem Ballverlust von Stephan Benecke schalteten die Letzlinger blitzschnell um. Schlamann bediente Wernecke, der aus 18 Metern keine Mühe hatte, zum 1:0 (78.) zu verwandeln.

Das zeigte Wirkung, denn zehn Minuten später legte Günter Ahlfeld - nach Vorarbeit von Wernecke - zum 2:0 nach. Das Match schien entschieden. Doch die Gäste bäumten sich noch einmal auf, schafften auch in der Schlussminute durch Bresch noch den 1:2-Anschluss, doch 120 Sekunden später und nach drei, vier wütenden SVL-Angriffen war Schluss, und die Letzlinger durften sich gebührend feiern lassen.

Torfolge: 1:0 Christian Wernecke (78.), 2:0 Günter Ahlfeld (88.), 2:1 Lucas Bresch (90.).

Schiedsrichter: Thomas Görges.

Zuschauer: 35.