Letzlingen l Im Winter war allen Beteiligten beim FSV Heide Letzlingen klar: Es muss etwas passieren. Nach dem Abstieg aus der Landesliga drohte den Mannen von Trainer Thilo Stimbra gleiches Schicksal auch in der Fußball-Landesklasse, Staffel I.

Platz acht für Heide Letzlingen

Die Mannen aus dem Heidedorf spielten, nachdem sich doch einige Dinge änderten, eine ganz starke Rückserie und verbesserten sich mit insgesamt 47 Punkten noch auf Rang acht.

„Hätten wir den Kreispokal noch geholt, hätten wir von einer guten Saison sprechen können“, ärgert sich FSV-Trainer Thilo Stimbra, der das Amt zur kommenden Saison an Dirksen Höft abgibt, noch immer über die 0:3-Finalniederlage in Salzwedel gegen den SV Liesten 22. „Sicherlich hatten wir uns in der Hinrunde mehr vorgenommen. Wir haben auch nicht schlecht gespielt, uns aber nicht belohnt“, fügt Stimbra an. Nach einer ordentlichen Sommervorbereitung ließen die Letzlinger laut ihrem Coach die Zügel womöglich etwas schleifen.

Letzlingen war nicht fit

„Wir haben viele Spiele in der Schlussphase verloren. Das hat gezeigt, dass wir nicht fit waren“, so Thilo Stimbra, der streckenweise mit der Trainingsbeteiligung nicht zufrieden sein konnte. Mit der Platzierung natürlich auch nicht, denn seine Mannen überwinterten auf einem Abstiegsplatz.

Nun ging die Grübelei in Letzlingen los. Was kann man verändern? Da kam die Idee, den ehemaligen Erfolgscoach Dieter Förster zurückzuholen. Der sagte zu und kehrte auf die Bank zurück. „Ich arbeite im Schichtsystem und konnte daher nicht jedes Training leiten. Mit Dieter kam neuer Schwung herein und wir konnten auch besser trainieren. So konnte die Mannschaft in der Rückrunde auch zeigen, was sie kann“, freut sich Stimbra über die tolle Arbeit seines Assistenten.

Sechser überzeugen

Dazu kam, dass im zweiten Halbjahr Fabian Schlamann und Marcel Grabau auf den beiden Sechser-Positionen überzeugten. „Wir standen nun insgesamt einfach solider und haben vorne auch immer wieder getroffen“, erklärt der Heide-Coach den Erfolg.

Nur noch zwei Partien verloren die Mannen aus dem Süden der Altmark im Jahr 2018. Sie verbuchten 29 Zähler und avancierten damit zur drittbesten Rückrundenmannschaft. Den 8:2-Kantererfolg gegen Möringen bezeichnet Thilo Stimbra als „Spiegelbild der zweiten Halbserie“.

Schlechte Vorstellungen in der Hinserie

Es passte vieles zusammen. Auch beim 3:3 in Osterburg bewiesen die Heide-Mannen Moral und egalisierten einen 0:3-Rückstand noch, während das 2:1 in Gardelegen ebenfalls sehenswert war. Ihre schlechtesten Vorstellungen boten die Letzlinger eher in der Hinserie. Beispielsweise beim 2:2 gegen Schlusslicht Jävenitz, als ein 2:0-Vorsprung leichtfertig verspielt wurde.

„Mir hat die Arbeit in diesen zwei Jahren Spaß gemacht und es tut auch weh, Schluss zu machen, aber für mich sind andere Dinge jetzt einfach wichtiger“, verrät Stimbra. Mit ihm wird auch Förster wieder in den Ruhestand gehen. „Mit Dirksen haben wir einen guten Nachfolger gefunden“, fügt er an. Bleibt abzuwarten, ob Dirksen Höft die erfolgreiche Arbeit von Thilo Stimbra und Dieter Förster fortführen kann.