Gardelegen l Einen absoluten Bigpoint und damit auch die Vorentscheidung im Kampf um den Ligaverbleib in der Dritten Liga Nord schafften am Sonnabendabend die Volleyballer des SSV 80 Gardelegen. In den eigenen vier Wänden besiegten sie den Eimsbütteler TV deutlich mit 3:0 (25:20, 25:14, 26:24) und haben nun sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

SSV Gardelegen revanchiert sich

„Hier regiert der SSV“ hallte es aus vielen Kehlen in der „Willi-Friedrichs-Halle“. Soeben hatte sich der SSV Gardelegen für die 0:3-Hinspielpleite gegen den Eimsbütteler TV revanchiert und die Hamburger mit dem gleichen Ergebnis wieder auf die Heimreise geschickt.

Doch dieses 3:0 der Gardelegener hatte kurz vor Saisonschluss sicher eine ganz andere Bedeutung, als das 3:0 des ETV im alten Jahr, denn mit diesem Sieg im Sechs-Punkte-Spiel stehen die Schützlinge von Trainer Lucien Braune mit gefühlten 1,96 Beinen bereits im nächsten Drittligajahr.

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Sechs Punkte Vorsprung

Nun liegen nämlich schon sechs Punkte zwischen dem ETV (12), der auf dem ersten Abstiegsplatz rangiert, und dem SSV (18). Mit diesem Erfolg zogen die Altmärker auch wieder am Oststeinbeker SV vorbei, der in Schöneiche das Nachsehen hatte. In Sachen Klassenerhalt haben die SSV-Cracks das Tor also ganz, ganz weit aufgestoßen, obwohl Braune den berühmten Ball noch flach halten will.

„Ich denke schon, dass das ein immens wichtiger Sieg ist, aber wir haben noch drei weitere Endspiele zu absolvieren, in denen wir hochkonzentriert zur Sache gehen müssen“.

Schwankende Leistung

Der Coach sah aber im ersten Durchgang erneut eine schwankende Leistung seiner Mannschaft. „Wir waren erst ab dem 20. Punkt so richtig da. Gut für uns war, dass wir diesmal noch rechtzeitig aufgewacht sind und uns den Satz gesichert haben“.

Zunächst lagen die Bensing & Co. nämlich stetig hinten. Zur Satzmitte stand sogar ein 13:17 auf der Anzeigetafel. Doch dann kam der SSV. Über 19:19 schafften die Gardelegener ein 23:19 und später das 25:20 - der Satz war gebucht.

Eimsbüttel hat keine Chance

Im zweiten Durchgang hatten die Eimsbütteler dann nicht den Hauch einer Chance. „In dieser Phase ist uns alles gelungen. Wir haben sehr gut aufgeschlagen und auch im Block gut gestanden. Im Angriff war zumeist auch alles drin“, so Braune.

Bis zum 9:9 waren die Gäste zumindest noch dran, ehe der SSV davonstiefelte. Da halfen auch die ETV-Auszeiten beim 9:12 und 10:16 nichts mehr. Mit 25:14 ging der Satz deutlich an den SSV 80 Gardelegen. Doch die Altmärker machten es im dritten Durchgang noch einmal spannend - spannender, als es ihnen selbst und auch dem Publikum lieb war. Auch hier lag der SSV lange hinten - zunächst beim 5:8 und später noch beim 14:15 - und 17:19-Rückstand.

Der Satz wurde zum Nervenspiel. Die Gardelegener wollten natürlich unbedingt die vollen drei Punkte und den Gegner in einer fast schon gesicherten Partie nicht unnütz stark machen. Das gelang auch. Über 20:20 und 23:23 holte sich der SSV schließlich durch einen Dankeball von Lukas Kreißl, der später auch zum besten Spieler gewählt wurde, den Satz und das Spiel.

SSV 80 Gardelegen: L. Kreißl, A. Kreißl, J. Rummel, P. Lenz, M. Koepke, K. Bensing, S. Hendrysiak, C. Liebsch, P. Grothe.