Magdeburg/Niegripp (bjr) l Vereinfacht ausgedrückt war das 4:0 der Vorwoche gegen TuS Magdeburg-Neustadt aus Sicht der SG Blau-Weiß Niegripp ein Schritt nach vorn. Allerdings bewegte sich die Mannschaft am Sonnabend im Spiel der Fußball-Landesklasse, Staffel II, beim SV Arminia Magdeburg wieder in die entgegengesetzte Richtung - das 1:4 (0:0) entsprach wohl mindestens zwei Niegripper Schritten. "Wir haben gegen einen direkten Konkurrenten echte ¿Big Points\' liegengelassen. Das ist umso trauriger, wenn man sieht, wie verunsichert und desolat wir aufgetreten sind", zeigte sich Trainer Michael Hucke enttäuscht.

Lediglich sieben Minuten dauerte die kalte Dusche durch den Gastgeber. Die vier Gegentreffer zwischen der 55. und 62. Minute erwiesen sich jedoch in der Kürze der Zeit als umso härterer Schlag. "Wir wollten von der Bank aus reagieren. Doch bis eine Einwechslung zustande kommt, vergehen vier Minuten. Wenn es dann bereits 0:3 steht, kannst du dich wieder hinsetzen. Das war\'s dann", schilderte Hucke lakonisch.

In der ersten Hälfte boten beide Mannschaften fußballerische Magerkost. Weder die Arminia, noch die Blau-Weißen erspielten sich Chancen. Auf Niegripper Seite war Spielgestalter Marcus Schlüter, der den angeschlagenen Thomas Böttcher vertrat, meist auf sich allein gestellt. Die einzige Spitze, Paul Sandmann, fand kaum Bindung zum Spiel. "Der Ballführende war eigentlich immer auf sich allein gestellt."

Zwar gelang Marcus Schlüter vom Elfmeterpunkt immerhin der Ehrentreffer zum 1:4, doch bezeichnenderweise führte eine Einzelaktion von Falko Komin zum Pfiff des Schiedsrichters. "Etwas anderes als eine echte Reaktion am Mittwoch im Spiel gegen Gerwisch steht nicht zur Debatte. Wir wollen den Auftritt bei Arminia möglichst schnell vergessen machen", forderte der Trainer abschließend.

SG Blau-Weiß Niegripp: Rateike - Reiprich, Müller, B. Schlüter (71. Komin), Lorbeer, Philipp, Mlynek, Ackmann, Kübler, M. Schlüter, Sandmann