Auf eine lange Tradition kann die Tischtennis-Abteilung des Sport- und Heimatvereins KSG Fläming Lübars zurückblicken. In diesem Jahr begehen die Möckeraner ihr 50-jähriges Bestehen.

Lübars (rla/mak) l Man könnte Rudolf Lasch wahrscheinlich auch nachts um 3 Uhr wecken und ihn nach den einzelnen Mitgliedern der Tischtennis-Abteilung fragen - eine korrekte Antwort wäre in jedem Fall sicher. Kein Wunder, immerhin fungiert der 77-Jährige seit Beginn, also seit rund 50 Jahren, als Abteilungsleiter bei der KSG Fläming Lübars. Gerade einmal 20 Mitglieder zählt die Abteilung, die aktuell eine Herrenmannschaft in der Kreisliga Süd aufbietet. Beim Sport- und Heimatverein geht es mehr um den Spaß am spielen, als um große Erfolge - möchte man meinen. "Mein Wunsch wäre es, dass wir nochmal oben mitspielen und vielleicht sogar noch einmal den Aufstieg in die Kreisoberliga schaffen", muss Lasch dann doch zugeben.

Mit seinem Engagement hat er großen Anteil daran, dass die Tischtennis-Abteilung des Vereins seit nunmehr 50 Jahren Bestand hat - eine Marke, an die nur wenige Vereine im Kreis herankommen. Alles begann im Jahr 1963, als die erste Mannschaft unter dem Namen BSG Traktor Lübars von Kurt Schätzke und Lasch ins Leben gerufen wurde. Es folgten zahlreiche Siege bei den Mannschafts-Kreismeisterschaften und der dreimalige Gewinn des Kreispokals.

"Wir hatten zwischendurch aber auch einige Schwierigkeiten."

"Wir hatten zwischendurch aber auch einige Schwierigkeiten. Vor allem Jens Dunkel und sein Sohn Marcus haben großen Anteil daran, dass wir den Spielbetrieb bis heute aufrechterhalten können", betont Lasch. Dunkel, Inhaber der Firma "Jens Dunkel Glas- und Bauelemente", spielte früher für Eintracht Gommern und ist seit nunmehr sechs Jahren wieder in Lübars aktiv. "Mit seinem Sponsoring hilft er uns sehr", so Lasch.

An einen Moment kann sich der Tischtennis-Experte noch sehr gut erinnern: "Im Jahr 2006 haben wir den Aufstieg in die höchste Spielklasse des Kreises geschafft und durften deshalb zum Empfang ins Rathaus. Dort haben wir uns in das Ehrenbuch der Stadt Möckern eingetragen. Das war schon toll."

Doch Eintragungen in Ehrenbücher oder gar der Aufstieg der ersten und einzigen Mannschaft der KSG ist am Ende nichts wert, wenn kein Nachwuchs da ist. Eine Tatsache, die auch Lasch und seine Mitstreiter erkannt haben. So gründete der engagierte Übungsleiter Marco Herbort im vergangenen Jahr eine Kinder- und Schülertischtennisgruppe, die bereits zu Testspielen gegen den Nachwuchs des Burger BC antrat. "Unsere Nachwuchs-Abteilung ist im Kommen", verspricht Lasch.

Standesgemäß setzte sich das Team der KSG Fläming Lübars beim vereinseigenen Turnier, das kürzlich anlässlich des Jubiläums stattfand, vor der SG Blau-Weiß Gerwisch, der zweiten KSG-Vertretung und der ZLG Atzendorf durch. Erst nach dem modifizierten Swaithling-Cup-System stand nach sechsstündiger Spieldauer der Sieger fest.