Laufspektakel von der Altmark bis in die Börde: Der Elbe-Ohre-Cup (EOC) stellte die Volkssportläufer 2011 vor große Herausforderungen. Bei den 25 Wettbewerben im Norden Sachsen-Anhalts errangen auch die Athleten aus dem Jerichower Land zahlreiche Siege, Podestplätze und Punkte.

Burg l Wer im Jahr 2011 in der Laufserie ganz vorne landen wollte, benötigte einen langen Atem. Um in der EOC-Cup-Wertung berücksichtigt zu werden, mussten die Teilnehmer mindestens acht der insgesamt 25 Läufe - zwischen Tangermünde und Burg, zwischen Haldensleben und Schlagenthin - absolvieren. Da zudem die Konkurrenz in den einzelnen Altersklassen der Damen, Herren und Schüler groß und die Leistungsdichte teils sehr hoch war, konnten sich die Titelfavoriten der vergangenen Jahre kaum einen Ausrutscher erlauben.

"An den Erstplatzierten werde ich wohl nicht mehr herankommen", gestand bespielsweise Frank Tripke ein. Der ehrgeizige Läufer vom Genthiner RC ließ in dieser Saison kaum einen Cup-Lauf aus (20 von 25), sammelte beachtliche 448 Punkte und musste sich dennoch Bernd Breier von der LG Hopfen Schackensleben, der die Maximalpunktzahl von 480 erreichte, in der Klasse M 40 geschlagen geben.

Überhaupt gehörte die Laufgruppe aus der Börde zu den stärksten innerhalb der Serie. "Sie sind seit Beginn im Jahr 2007 dabei. Vor allem die Leistungen der älteren Läufer beeindruckt mich immer wieder aufs Neue", sagte Cup-Organisator Sven Projahn.

Dies gilt nicht minder für die Sportler der LG Ihleläufer Burg, die 2011 erneut zahlreich vertreten waren. Dabei sicherte sich Siegfried Klose bereits zum dritten Mal in Folge den Titel seiner Klasse M 70. Auch Langstreckler Karsten Pinno (M 20) und Elke Schmidt (W 60), mit beeindruckender Maximalpunktzahl, errangen den Gesamttitel. Dem Marathon-Spezialisten Pinno genügten zwölf Starts, um seine Klasse zu gewinnen. Auf sein Konto gehen allein zwei Einzelsiege sowie drei zweite Plätze und zwei dritte Ränge aller Starter.

Zu den "Dauerläufern" des EOC-Cups, der 2011 dreimal im Jerichower Land Station machte (Burger Bismarckturmlauf, Burger Rolandlauf, Schlagenthiner Osterberglauf), gehört seit Jahren auch Familie Weinmann. Während Mama Jenny Zweite der W 40 wurde und Papa Rene Siebter der M 40, mischten auch ihre Schützlinge ganz vorne mit. Paul entschied bei 14 Starts die Wertung der M 16 für sich, Schwester Marie wurde bei nur fünf Starts beachtliche Fünfte der W 14. "Ich nehme die Läufe gerne als Ergänzung zum Radtraining mit", berichtet die Sportlerin vom Genthiner RC. Ihre Vereinskameradin Annabell Tripke verpasste in der gleichen Altersklasse nur knapp den Titel, belegte bei zwölf absolvierten Läufen den zweiten Gesamtplatz - wie Papa Frank in der M 40.

Hart umkämpft war in diesem Jahr wieder die Herrenklasse 50, in der Uwe Neumann mit der Maximalausbeute von 480 Punkten den Titel errang. Dem Athleten aus Möser folgte Ihleläufer-Chef Gerald Schmidt auf Platz vier. Ähnlich umkämpft ging es in der W 50 zu, in der Ihleläuferin Evelyn Schmidt den Bronzeplatz erreichte, vor ihren "Stallkolleginnen" Martina Lorenz (7.) und Bärbel Graeffe (13.). Das starke Gesamtergebnis der "JL"-Läufer mit sechs Altersklassentiteln machte der Möckeraner Harry Buchwitz als Sieger der Klasse M 60 perfekt.

Natürlich zeigten auch alle anderen Läufer, die weniger als acht Cup-Läufe bestritten, beachtliche Leistungen. Stellvertretend seien hier Ingo Starke (Sieger Bismarckturmlauf, PSV Burg) und Sebastian Anselm (Sieger Elbe-Brückenlauf, SC Hellas Burg) genannt.

Die Klassensieger sowie die beste Mannschaft werden am 25. Februar auf einer Gala in Stendal ausgezeichnet. "Der Ort der Feier steht noch nicht fest. Die Titelträger werden aber noch rechtzeitig informiert", äußerte Projahn.

   

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