Von Maria Kurth

Niegripp l Als "schlichtweg sensationell" beschreibt Trainer Michael Hucke die Hinrunde seines Teams. Ein Blick auf die Tabelle genügt, um diese Aussage zu bestätigen. Mit 24 Punkten haben die Niegripper Platz sechs in der Fußball-Landesklasse 2 inne - als Aufsteiger. Für Hucke ist nicht nur die Punktzahl entscheidend, sondern auch das Auftreten seines Teams. "Ich bin mit der spielerischen Leistung meines Teams sehr zufrieden", adelt Hucke seine Elf. Doch es gibt auch Spiele, denen der 29-Jährige etwas hinterher trauert. Gerade Begegnungen wie gegen den SV Altenweddingen oder Roter Stern Sudenburg, in denen die Niegripper jeweils mit 3:1 führten und am Ende nur remis spielten, seien ärgerlich verlaufen.

Dass die Blau-Weißen als Aufsteiger im oberen Mittelfeld stehen, liegt vor allem am starken Schlussspurt in der Hinrunde. Bis auf die 0:4-Niederlage bei Blau-Weiß Gerwisch ließen Huckes Schützlinge in den letzten sechs Partien keine Punkte liegen. "Wir können nun mit der nötigen Gelassenheit in die Rückrunde gehen, ohne dabei überheblich oder fahrlässig zu werden", so Hucke, der anfügt: "Wir müssen vor allem auswärts etwas gut machen." Die Statistik gibt ihm recht: Während die Niegripper daheim in sieben Spielen 16 Zähler einfuhren, ergatterten sie auswärts nur acht von möglichen 24 Punkten.

Um etwas an der Auswärts- und Defensivschwäche zu ändern, sind die Niegripper zur Winterpause aktiv geworden. Mit Steven Zeuch wechselt der bisherige Abwehrchef des Ligakonkurrenten Arminia Magdeburg an den Alten Kanal. Stefan Kutzner, früher beim FSV Barleben am Ball, wird ebenfalls ein Blau-Weißer. Er ist variabel einsetzbar und "verleiht unserem Spiel mehr Vielseitigkeit", so Hucke. Die Schattenseite: Nicht nur Zu- sondern auch Abgänge wird es geben. Stürmer Patrick Neumann wird aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, "ein herber Verlust für uns". Nur noch bedingt aktiv sein werden Stephan Pöschl und Christian Schönfeld. Beide Spieler müssen ebenfalls arbeitsbedingt kürzer treten. Dennoch stellt sich für Hucke die Frage nach dem Klassenerhalt nicht, er sagt selbstbewusst: "Ich vertraue meinem Team."