Fußball spielen, Spaß haben und die Ferien genießen: Beim Winter-Camp der Top Kicker e. V. Jan Sandmann-Fußball-schule in Burg kommen in dieser Woche 24 Kinder voll auf ihre Kosten.

Burg l Die Sporthalle Burg-Süd platzt aus allen Nähten. Auf einer Seite üben sich die Kinder im Torschuss, auf der anderen Seite messen sie sich bei einem Kleinfeldspiel, und mittendrin stehen vier Übungsleiter und bewahren die Ruhe. "Ich muss jetzt noch schnell was vorbereiten", sagt Mit- organisator Lutz Holke. Er verschwindet im Foyer der Halle und gießt Saft in Plastikbecher. "Auch die Trinkpausen müssen vorbereitet sein, sonst klappt das hier mit den Abläufen nicht", sagt Holke.

Bereits zum fünften Mal veranstaltet er gemeinsam mit Holger Mittelstädt und seinem Trainerteam das Winter-Camp der Top Kicker e. V. Jan Sandmann-Fußballschule. Insgesamt 24 Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren jagen zwischen Weihnachten und Silvester dem runden Leder nach. "Dies Resonanz ist nach wie vor überwältigend. Wir mussten leider wieder einigen Kindern absagen, weil wir sonst an unsere Grenzen gestoßen wären", erklärt der Trainer.

"Die meisten Teilnehmer spielen in einem Verein."

Tatsächlich haben sich die Ferienkurse der Fußballschule längst im gesamten Kreis herumgesprochen. Ob im Sommer oder Winter, an Pfingsten oder "zwischen den Jahren", viele Eltern sind offenbar bereit, für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ihrer Schützlinge zu zahlen. "Uns freut außerdem, dass seit etwa drei Jahren die Teilnehmer auch aus anderen Gemeinden kommen, egal, wo wir gerade Station machen", sagt Holke.

Dieser Trend spiegelt sich gestern auch in Burg wieder. Neben Fußballern aus der Ihlestadt haben sich auch Kinder aus Hohenwarthe, Güsen, Gommern und Tucheim eingefunden. "Natürlich spielen die meisten bereits in einem Verein, aber es sind auch einige Quereinsteiger dabei", erklärt Holke.

Deshalb sei das Trainingsprogramm auf alle Bedürfnisse der Jüngsten abgestimmt. Morgens erfolgt eine kurze Erwärmung, danach werden die Kinder je nach Alter in zwei Gruppen aufgeteilt, die abwechselnd Technik-, Torschuss- und Koordinationsübungen absolvieren beziehungsweise in kurzen Spielformen (Drei gegen Drei) auf kleinen Toren ihr Können zeigen. "Dabei steht der Spaß im Vordergrund. Es wird auch mal etwas erklärt. Aber hier soll es nicht so streng wie bei manchem Training zugehen", macht der Übungsleiter deutlich.

Gleichwohl hat Holke, der gleichzeitig als DFB-Stützpunkttrainer in Burg tätig ist, ein Auge auf die Talente des Kreises. "Das ist ja auch ganz legitim, dass wir da Ausschau halten, wer da mal für eine Einladung zu uns in Frage kommen würde."

Einer von ihnen ist Richard Meier. Der Siebenjährige spielt in der F-Jugend von Traktor Tucheim und "besitzt schon sehr gute Anlagen", sagt Holke.

Nach der ausgiebigen Mittagspause absolvieren die Teilnehmer kleine Wettbewerbe, darunter Pfosten- und Lattenschießen, bei denen Preise zu gewinnen sind. "Da haben wir wieder tolle Sachen vom VfL Wolfsburg und Holstein Kiel bekommen", sagt Holke. Der Hintergrund: Der Namensgeber der Fußballschule und gebürtige Burger Jan Sandmann ist nach wie vor bei den Kielern als Assistenz-Trainer tätig.

Zum Abschluss spielen die Jungen ein Mini-Turnier aus. "Das hat schon Tradition bei uns, dass wir die Tagesendstände dieser Spiele am Ende der Woche zusammenzählen. Das Siegerteam erhält eine Tüte Haribo", sagt Holke und bereitet im Foyer eine weitere Trinkpause vor.

 

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